Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit

Arbeit ist eine wesentliche Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Arbeit zu haben bedeutet, Armut zu vermeiden und an der Gesellschaft teilzuhaben. 

Die Volkshilfe tritt daher für das Recht auf Arbeit für alle ein - auch und gerade für Menschen, die an den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes scheitern.

Zahlen und Fakten

2015 gab es in Österreich 354.332 vorgemerkte Arbeitslose, das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 11%. Der Großteil davon (257.854 Menschen) hat die österreichische Staatsbürgerschaft, 96.478 haben eine andere Staatsbürgerschaft, davon sind 12.344 Asylberechtigte oder subsidiär Schutzberechtigte.

In der Altersgruppe 50+ steigt die Zahl der als arbeitslos vorgemerkten Menschen um fast 15 Prozent auf knapp 94.000. Die Steigerung bei den Jugendlichen ist deutlich weniger stark (3,4%) und beträgt 46.701 Personen.

Besonders in den Bereichen Gesundheit- und Sozialwesen, Arbeitskräfteüberlassung, Handel, Tourismus und Bau hat die Arbeitslosigkeit am stärksten zugelegt.

Unser Anliegen & Angebote

Wir machen uns für jene Menschen stark, die am Arbeitsmarkt benachteiligt oder davon ausgeschlossen werden. Durch zahlreiche Projekte schaffen wir Chancen für Wiedereinstieg und Integration.

Die Volkshilfe bietet im Bereich Armut foglende Dienstleistungen an:

Der Bereich Arbeit ist nach der Pflege das zweitgrößte Betätigungsfeld der Volkshilfe. In 44 Projekten der Volkshilfe Landesorganisationen, der Volkshilfe Beschäftigung und Wien Work sind mehr als 450 MitarbeiterInnen dauerhaft beschäftigt. Über 4.000 langzeitbeschäftigungslose Personen, Menschen mit Beeinträchtigungen und Asylberechtigte finden pro Jahr einen Transitarbeitsplatz und bekommen die Chance auf Reintegration in den Ersten Arbeitsmarkt.

Die unterschiedlichen Projekte reichen von Beratungsprojekten (Beratung, Betreuung, Berufsorientierung, Arbeitsassistenz, Jobcoaching) über Ausbildungsprojekte (Lehrausbildung) und Beschäftigungsprojekte zu sozialökonomischen Betrieben (z.B. Gastgewerbe, Reinigung, Bürodienstleistungen, Schneiderei). (Stand: Juni 2016)

Die Volkshilfe fordert:

Adäquate, dauerhafte und stabile Beschäftigungsmöglichkeiten in einem integrativen Arbeitsmarkt:

- Ausbau öffentlich geförderter Beschäftigung
- Langfristige Arbeitsplätze in Sozialökonomischen Betrieben und Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten
- Ausreichende finanzielle Ausstattung der Träger von Beratungs- und Beschäftigungsmaßnahmen
- Erhöhung der Ausgleichstaxe und eine Ausweitung auf Betriebe mit weniger als 25 MitarbeiterInnen

Qualifizierungsangebote, die an der Lebensrealität der betroffenen Personen orientiert sein

- Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen müssen zu einem anerkannten Zertifikat, einer Teilqualifikation oder einem Berufsabschluss führen
- Maßnahmen, die auf Druck aufbauen, wie z.B. Leistungskürzungen, sind kontraproduktiv.
- Freiwillige Teilnahme, Einbindung in den Prozess der Reintegration, Sinnhaftigkeit der Tätigkeitsfelder und Wahlmöglichkeiten sind ausschlaggebend für den Erfolg.

Existenzsichernde Einkommen und existenzsichernde Absicherung bei Arbeitslosigkeit!

- Ein Mindestlohn von 1.500 Euro bei Vollzeitbeschäftigung
- Anhebung der Nettoersatzrate der Arbeitslosenversicherung, Notstandshilfe und Mindestsicherung auf die Höhe der Armutsgefährundsschwelle
- Streichung der Anrechnung des PartnerInneneinkommens in der Notstandhilfe

Wie der österreichische Arbeitsmarkt sozial-gerechter gestaltet werden kann, können Sie hier in unserem Positionspapier nachlesen.

Mehr zum Thema

Aktuell

Presseinformation 28.04.2015: Volkshilfe zum Tag der Arbeitslosen


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Factsheet: Arbeitslosigkeit in Österreich

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