Etwas anders machen und Stärken sehen

„Unsere Arbeit ist die Unterstützung und Begleitung der Familien dabei, etwas anders zu machen“, sagt Sandra Krizanits von der sozialpädagogischen Familienhilfe in Wiener Neustadt: „Und dabei die Stärken nicht zu übersehen.“

Frau Garner hat sich nach vielen belastenden Jahren von ihrem gewalttätigen und alkoholkranken Ehemann getrennt. Die Mutter war zum Zeitpunkt der Trennung am Limit ihrer Kräfte und musste direkt vom Frauenhaus auf die Psychiatrie. Deshalb sind die Kinder vorübergehend in Hinterbrühl untergebracht worden.

Der Mutter gelang es, sich wieder zu stabilisieren. Schon während dieser Erholungsphase hat sie mit der Fachkraft für Sozialarbeit darum gekämpft, ihre Kinder wieder zurück zu holen. Sie wollte das unbedingt versuchen. Sie hat eine neue Wohnung gefunden, diese auch gleich kindgerecht möbliert und eingerichtet. Nach einem Jahr konnte sie die Kinder wieder in die Arme schließen.

Das ist jetzt ein Jahr her. Am Anfang war alles turbulent. Aber es ist gelungen, weil viele Ressourcen vorhanden waren und mobilisiert werden konnten. Die Frau hat neue Energie getankt und ist gut in ihrem sozialen Umfeld verwurzelt. Meine Betreuung konnte abgeschlossen werden, weil alle gut und selbständig mit der neuen Situation zurechtkommen.

Die Mutter hat heute die große Stärke, um Hilfe zu bitten und diese auch anzunehmen und umzusetzen. Außerdem hat die Frau ein sehr hohes Reflexionsvermögen. Sie ist mit ihrer Aufmerksamkeit sehr am Wohl der Kinder orientiert. Sie kann gut beobachten, und ist bereit, ihre eigenen Anteile zu erkennen.

Ich habe die Frau darin bestärkt, die Bedürfnisse, die sie spürt, auch ernst zu nehmen. Wenn die soziale Unterstützung fehlt, dann tun sich die Leute oft ganz schwer, aus ihren Mustern auszusteigen - denn diese geben Sicherheit. Das ist ein Großteil unserer Arbeit: Personen dabei zu unterstützen und begleiten, einmal etwas anders zu machen. Schritt für Schritt, um eine neue Perspektive einzunehmen. Und dabei die Stärken nicht zu übersehen, die vorhanden sind.

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Melanie Rami, MA

Kampagnenmanagement

melanie.rami@volkshilfe.at

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