Fakten und Forderungen

1.185.000 Menschen in Österreich (14,1% der Bevölkerung) sind armutsgefährdet. Rund 25% oder 414.000 Menschen in Österreich sind mehrfachausgegrenzt und damit starker Benachteiligung im Vergleich zur restlichen Bevölkerung ausgesetzt: auf sie treffen zwei von drei benachteiligenden Lebenssituationen zu - geringes Einkommen, geringe Erwerbsmöglichkeiten und Einschränkung in zentralen Lebensbereichen.

Armutslagen von Kindern und Jugendlichen

Mehr als ein Viertel der Armutsgefährdeten sind Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre, das sind rund 300.000 Kinder und Jugendliche in Österreich.

Soziale Ungleichheiten wirken auf unterschiedlichen Ebenen und haben Folgen für alle Lebensbereiche. Armut schließt von wesentlichen Teilhabemöglichkeiten in der Gesellschaft aus, Armut verhindert Chancen.

Wenn wetterfeste Kleidung, die Vereinsmitgliedschaft oder das Smartphone fehlen, erzeugt das bei Kindern und Jugendlichen oft das Gefühl, nicht dazuzugehören. Hinzu kommen Existenz- sowie Zukunftsängste und Sorgen, die mit den Eltern geteilt werden.

Wer ist betroffen?

Am häufigsten betroffen sind Haushalte mit Kindern, besonders Ein-Eltern-Haushalte. Ein Grund dafür sind fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen, vor allem für Kleinkinder, wodurch eine (Vollzeit-)Erwerbstätigkeit beinahe unmöglich gemacht wird.

Zudem sind verstärkt Kinder aus Zuwanderfamilien betroffen. Während 13% der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 24 Jahre mit österreichischer Staatsbürgerschaft armutsgefährdet sind, ist der Anteil unter Kindern und jungen Menschen anderer Staatsbürgerschaft mit 43% mehr als dreimal so hoch.

Armut beeinträchtigt Bildungschancen

Personen mit geringer Ausbildung haben geringere Einkommen und sind dadurch häufiger von Armut betroffen:

21% der Personen mit maximal Pflichtschulabschluss gelten als armutsgefährdet, womit sie eine der Risikogruppen darstellen. 22% der österreichischen Bevölkerung hat maximal einen Pflichtschulabschluss, 14% hat eine Universität absolviert. Demgegenüber ist der Pflichtschulabschluss für 35% der Armutsgefährdeten die höchste abgeschlossene Schulbildung, lediglich 10% besitzen einen Universitätsabschluss.

Armut hat Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit

Personen mit hohem Einkommen und hoher Bildung sind überdurchschnittlich zufrieden mit ihrem Leben. Personen unter einem bestimmten Mindestlebensstandard, also jene mit Einschränkungen in zentralen Lebensbereichen und arbeitslose Personen bewerten ihre Lebenssituation mit weniger Zufriedenheit.

Die Volkshilfe fordert:

 

Mehr zum Thema

Newsletter bestellen

Kontakt
Dr.in Manuela Wade
Fachbereich Sozialpolitik
+43 (0) 676 83 402 229
manuela.wade@volkshilfe.at


Für Presseanfragen
Melanie Rami, MA
Pressesprecherin
0676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at

NEWS - 10.02.17Erlös kommt armutsbetroffenen Menschen in Österreich zugute mehr

VOLKSHILFE ÖSTERREICH | Auerspergstraße 4, 1010 Wien | MAIL office@volkshilfe.at |  drucken       

BIC BAWAATWW | IBAN AT77 6000 0000 0174 0400