Libanon: Hilfe für Syrische Flüchtlinge

Projekttitel: Unterstützung für Syrische Flüchtlinge im Libanon
Land: Libanon
Region: El Nabatieh Distrikt
Zeitraum: 01.12.2013 - 30.06.2016
ProjektpartnerInnen: Solidar Suisse
FördergeberInnen: Nachbar in Not, Volkshilfe

 

Projektziele:

 

Im fünften Jahr der Syrienkrise bleibt die Zahl der syrischen Flüchtlinge im Libanon sehr hoch: 1,08 Millionen Flüchtlinge waren laut UNHCR im September 2015 im Libanon registriert, wobei aufgrund der nicht registrierten Personen die Zahl der Flüchtlinge bei etwa 1,2 Millionen liegt. Eine Analyse der UNHCR ergab, dass 43% der syrischen Flüchtlinge nicht über die ausreichenden Ressourcen zur Deckung überlebensnotwendiger Güter und Leistungen verfügen.

Im Zieldistrikt des Projekts, Nabatieh, stieg die Zahl der Flüchtlinge innerhalb etwa eines Jahres bis Juni 2015 um ca. 16%.

1. Projektphase:

Den Flüchtlingsfamilien werden warme Decken, Heizöfen und Heizöl zur Verfügung gestellt. Alle Maßnahmen sind mit UNHCR koordiniert und abgestimmt.

In den Sommermonaten ergeben sich andere Bedürfnisse, die durch Hygiene-Kits, Decken und Matratzen, Küchenausstattung, "Dignity"-Kits für Frauen sowie Baby-Kits abgedeckt werden können.

2. Projektphase:

Nachdem die erste Projektphase sich auf die Versorgung mit dem Nötigsten – vor allem für die kalten Wintermonate – konzentriert hat, unterstützt die zweite Phase syrische Flüchtlingsfamilien um ihnen die Besorgung lebenswichtiger Grundlagen zu ermöglichen. Jeden Monat von Jänner bis Mai 2016 erhalten die Flüchtlingsfamilien einen festgelegten Betrag, der auf eine persönliche E-Karte geladen wird. Der Betreiber LibanPost lädt die Karten mittels e-Banking auf und informiert die Begünstigten per SMS darüber. Ab diesem Zeitpunkt kann der Geldbetrag an jedem LibanPost-Schalter unter Vorweisung einer Identitätskarte bezogen werden. Somit können die Familien selbstbestimmt diejenigen Grundgüter kaufen, die sie am dringendsten benötigen: sei es Nahrung, Hygieneartikel, Decken, Kleidung, Schul- und Heizmaterial, oder die Monatsmiete für ihre Unterkunft.

Dieser Ansatz (sog. Unconditional Cash Assistance) entspricht den neuesten humanitären Ansätzen und kann im Libanon breite Anwendung finden, da sich die meisten Flüchtlingsfamilien bereits seit mehreren Jahren dort aufhalten (müssen). Der lokale Projektpartner Solidar Suisse macht seit fast 3 Jahren gute Erfahrungen in der Durchführung von Cash-Projekten.

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