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„Verwirrte Nikoläuse“ lassen die Ärmsten im Stich

Die von 46 NGOs unterstützte Kampagne „mir wurscht…?“ protestierte heute Vormittag gegen dramatische Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe im Budget.

Wien, 06.12. 2013

Zwei Nikoläuse, die für Verwirrung sorgen, waren heute vor dem Parlament zu sehen: Sie gaben nämlich denen, die ohnehin schon zu viel haben – den Banken. Jene, die Hunger leiden, zu wenig Medizin und Bildung haben, ließen sie leer ausgehen.

Das Bild entspricht der aktuellen Situation in der österreichischen Entwicklungspolitik: Milliardenbeiträge werden den Banken zugeschossen, Millionenbeiträge der Entwicklungshilfe weggenommen – trotz internationaler Vereinbarungen und gegenteiliger Versprechen seitens der Regierung.

Es ist daher kein Zufall, dass die Nikoläuse wie Faymann und Spindelegger aussahen. Denn im Laufe der Regierungs- und Budgetverhandlungen wurde klar:

Trotz vieler Beteuerungen und Versprechen denken weder Kanzler Faymann noch Außenminister Spindelegger daran, die folgenschweren Einsparungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe zurückzunehmen.

Die Volkshilfe unterstützt die Kampagne gegen Kürzungen in der Entwicklungshilfe.

Erich Fenninger, Geschäftsführer Volkshilfe Österreich, betont bei der Kundgebung: "Budgets sind in Zahlen gegossene Politik. Weitere Kürzungen im Budget der ADA bedeuten, dass die Bundesregierung falsche Prioritäten setzt. Es wird bei den Ärmsten gespart und den Reichen gegeben. Nikolaus andersrum sozusagen. Sinnvoll wäre es, von den Reichen viel mehr zu nehmen und damit den Armen langfristig und sinnvoll zu helfen. Das fordern wir von einer neuen Bundesregierung." 

Weiterführende Infos:

www.mirwurscht.org   

www.facebook.com/mirwurscht2012

Bild: Volkshilfe

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