zurück

Österreichischer Pflege- und Betreuungspreis 2012

Wien, 26.11.2012

Die Preisverleihung des Österreichischen Pflege- und Betreuungspreises fand zum fünften Mal statt. Im Marmorsaal des BMASK würdigten Bundesminister Rudolf Hundstorfer, Sektionschefin Edeltraud Glettler und Volkhilfe Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger die Preisträgerinnen 2012 für ihr Engagement im Pflege- und Betreuungsbereich. Der Preis wurde in den Kategorien „Pflegende Angehörige“ und „Ehrenamtliche HelferInnen“ vergeben.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer bedankte sich bei allen anwesenden pflegenden Angehörigen und ehrenamtlichen HelferInnen für ihre tägliche Arbeit, denn „wir brauchen Sie – auf Ihre Arbeit baut das Fundament des guten österreichischen Pflegesystems auf“. Bundesgeschäftsführer Fenninger gab einen Rückblick über fünf Jahre Pflege- und Betreuungspreis: „Die steigende Zahl der TeilnehmerInnen und der große Zustrom zur Veranstaltung zeigen, dass das Thema einen Nerv trifft. Pflege und Betreuung passiert oft still und leise in den eigenen vier Wänden – wir rücken diese besonders herausfordernde Aufgabe ins Rampenlicht.“

Rund 200 Menschen besuchten die Preisverleihung, darunter zahlreiche VertreterInnen von Hilfsorganisationen, Selbsthilfegruppen und Interessenvertretungen. Moderiert wurde die Preisverleihung von Eva Pölzl. Georg Markus ließ mit Anekdoten und einer Lesung aus seinem Buch „Wenn man trotzdem lacht“ aufhorchen und für musikalische Begleitung sorgte das Bernd Oliver Fröhlich Orchester.

Mehr Informationen zum Projekt: www.pflegepreis.at

Die PreisträgerInnen 2012: Kategorie „Pflegende Angehörige“

Platz 1: Gabriele Golnerits ist alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern, die an geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen leiden. Frau Golnerits versorgt ihre Töchter rund um die Uhr sehr liebevoll, engagiert sich aber auch in der Prader-Willi-Syndrom-Selbsthilfegruppe in Wien.

Platz 2: Stella Peckary pflegt gemeinsam mit ihrem Mann ihre zwölfjährige Tochter Vanessa, die am Rett-Syndrom leidet. Obwohl Frau Peckary berufstätig ist, Vanessa pflegt und sich um die beiden anderen Töchter kümmert, engagiert sie sich für die österreichische Rett-Syndrom Gesellschaft.
Platz 3: Sonja Sonai pflegt seit mehr als sieben Jahren ihren Mann Stefan, der rund um die Uhr Betreuung benötigt. Frau Sonai hat die Jury besonders durch ihre positive und inspirierende Einstellung überzeugt: „Es ist kein einfaches Leben, aber dieser Schicksalsschlag hat mein Leben in gewisser Weise bereichert“, so Sonai.

Die PreisträgerInnen 2012: Kategorie „Ehrenamtliche HelferInnen“

Platz 1: Doris Ströher und Verena Lerchster gründeten vor zwei Jahren den Verein „lebenswelttirol“. Die Idee für den Verein entstand aus der „Notlage“, dass es keine Freizeitbetreuung für mehrfach behinderte Kinder und junge Erwachsene in der Region gegeben hat. Der Verein bietet einmal pro Monat Sprachwerkstatt-Nachmittag, bei dem Kinder und junge Erwachsene in einem integrativen Zusammensein mit Gleichaltrigen ein paar unbeschwerte Stunden miteinander verbringen.
Platz 2: Dr. Irene Promussas kämpft seit der Geburt ihrer Tochter für die gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder an der Gesellschaft. Aus ihrer Elterninitiative ist 2005 der Verein „Lobby4kids-Kinderlobby“ entstanden, der sich für die Rechte von erkrankten, chronisch kranken und behinderten Kindern stark macht.
Platz 3: Das 20-köpfige ehrenamtliche Besuchsdienste-Team rund um Herta Miro sorgt seit vielen Jahren für mehr Leben im Seniorenzentrum Weiz in der Steiermark. Das Team kocht und backt, singt, bastelt und spielt Karten mit den BewohnerInnen des Seniorenzentrums.

Die Volkshilfe dankt allen Sponsoren, darunter Generali, Rogner Bad Blumau, RZB und der IG Interessengemeinschaft pflegender Angehörigerfür die Unterstützung. Der Österreichische Pflege- und Betreuungspreis wird unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

 

VOLKSHILFE ÖSTERREICH | Auerspergstraße 4, 1010 Wien | MAIL office@volkshilfe.at |  drucken       

BIC BAWAATWW | IBAN AT77 6000 0000 0174 0400