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Strukturelle Ursachen von Armut bekämpfen

Wien, 14.11.2011

Die Armutsgefährdung in Österreich bleibt unvermindert hoch: Knapp eine Million Menschen in Österreich – 12% der Gesamtbevölkerung – ist weiterhin armutsgefährdet. Das Vermögen der Reichen nimmt ständig zu, während 488 000 Menschen in unserem Land unter drückender Armut leiden, und die Schere geht weiter auf. Steigende Energiekosten treiben zusätzlich immer mehr Menschen in die Armutsgefährdung. Rund 300.000 Menschen können ihre Wohnung nicht angemessen heizen.

„In Österreich, einem der reichsten Länder der Welt, müsste es keine Armut geben. Armut wird gemacht. Sie ist ein Ausdruck der Ungleichverteilung von Reichtum und eine Folge der sozialen Ungleichheit“, so Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer. „Mit der neuen Kampagne „Armut made in Austria“ weist die Volkshilfe nicht nur auf den sozialen Sprengstoff dieser Entwicklung hin, sondern sammelt auch Spenden für Menschen in Not in Österreich.“

Die neue Spendenkampagne wurde von der Agentur Young&Rubicam entwickelt, deren CEO Alois Schober „den Wettbewerb von 600 spendensammelnden Organisationen“ betont. „Daher“, so Schober, „ist es wichtig, Aufmerksamkeit zu erregen. Das leistet die neue Kampagne der Volkshilfe.“

Mehr soziale Gerechtigkeit gefordert

„Armut hat strukturelle Ursachen in der Ungleichverteilung von Vermögen, in einem Bildungssystem, das soziale Benachteiligungen nicht ausreichend ausgleicht und einem Arbeitsmarkt, der gering Qualifizierten kaum mehr Möglichkeiten bietet“, so Volkshilfe Präsident Josef Weidenholzer. „Deshalb fordern wir:

  • ein sozial gerechtes Steuersystem, das bedeutet eine Entlastung von Arbeit und eine Belastung von Vermögen, 
  • eine Schule, die sozialen Benachteiligungen entgegen wirkt: gemeinsamer  Unterricht bis 14 Jahre, flächendeckende Ganztagsschulangebote,
  • eine monetäre Mindestsicherung, die zum Leben reicht und zumindest über der Armutsgefährdungsschwelle liegt,
  • eine qualitätsvolle Arbeitsmarktpolitik, Rechtsanspruch auf Weiterbildung und beschäftigungsfördernde Maßnahmen auf dem Prinzip der Freiwilligkeit,
  • einen Ausbau sozialer Dienstleistungen, die unabhängig von Herkunft, Einkommen und sozialen Status allen zugänglich sind.“

Start der neuen Kampagne „Unsere Armut, unsere Hilfe“

Seit dem Jahr 2004 weist die Volkshilfe mit jährlichen Kampagnen auf die steigende Armut in Österreich hin. Mittels TV- und Hörfunk-Spots, Plakaten, Print- und Online-Anzeigen wird ab morgen um Spenden für Menschen in aktuen Notsituationen in Österreich geworben. Margit Fischer bleibt die Schirmfrau über die Aktivitäten der Volkshilfe im Bereich der Armutsbekämpfung in Österreich. Die Zahlscheine werden in allen Filialen der Bank Austria und der BAWAG PSK aufliegen, Spenden ist auch online unter www.volkshilfe.at möglich.

Spendenkontonummer: PSK 90.175.000  BLZ 60.000

Danke gilt den zahlreichen SponsorInnen und UnterstützerInnen
Die neue Kampagne wird von der Vienna Insurance Group, Bank Austria, T-Mobile und gewista unterstützt. Young&Rubicam und Wundermann PXP danken wir für die Entwicklung der Kampagne. Wiener Klappe für die Produktion der TV-Spots, sowie Christopher Schier für die Regie.
Dem Blautöne Studio für die Produktion, sowie Toni Slama und Konstanze Breitebner fürs kostenlose Mitwirken an den Hörfunk-Spots.
Weiters der BAWAG PSK und der Post AG für die Auflage der Zahlscheine und Ankünder und Werbepartner für zusätzliche Plakatflächen.

Wir bedanken uns für die Ausstrahlung des HF-Spots bei: ORF, Super Fly, Hit FM, Life Radio (Tirol), Antenne Vorarlberg, Radio Arabella (Salzburg), Antenne Wien

Wir bedanken uns für die Ausstrahlung des TV-Spots bei: ORF, AichfeldTV, BTV Skg/Vöbr., INNsat tv, JedermannTV, KBTV, OKTO, Reeins, SalzburgPlus, Stadtwerke Kapfenberg TV, Steiermark 1 TV, WNTV - Ihr Privatfernsehen, Regional TV, LT1, SevenOne Media (Puls4; Pro 7 Austria; Sat 1 Österreich, Kabel 1 Austria), IP Österreich (RTL Österreich, VOX Österreich, Super RTL Österreich; RTL2 Österreich, Austria 9), Sky Sport Austria, Servus TV, ATV, gotv

Im Bild: Präsentation der neuen Kampagne durch Volkshilfe GF Erich Fenninger, Armutsexpertin Verena Fabris, Volkshilfe Präsident Josef Weidenholzer und CEO Young&Rubicam Alois Schober. / Bildnachweis: Volkshilfe

Rückfragen:

Erwin Berger, MAS
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
T 0676 83 402 215
E-Mail: erwin.berger@volkshilfe.at

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