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Flucht vor dem Bürgerkrieg

Flüchtlingslager in Libanon in West Bekaa

Wien, 09.09.2013

Die Krise in Syrien spitzt sich zu. Wenn man tagtäglich von politischen Verhandlungen über möglichen Militärschlägen ließt, verliert man aber schnell das menschliche Leid aus den Augen. Über eine Million Menschen ist auf der Flucht. Unser Projektpartner Solidar Suisse war vor einer Woche auf Lokalaugenschein im Libanon im Flüchtlingslager in West Bekaa. Dort haben sie Rania getroffen. Das Mädchen ist neun Jahre alt und lebt mit ihrer Familie seit Juni 2013 im Lager, wo 130 Familien auf engstem Raum zusammenleben.

Lokalaugenschein im Flüchtlingslager in West Bekaa

Rania und ihre Familie musste aus Hama einer Stadt im Zentrum von Syrien flüchten. Hama galt zu den ältesten durchgehend besiedelten Städten Syriens. Rania und ihre 13 Familienmitglieder, die zwischen zwei und 22 Jahre alt sind, machten sich gemeinsam auf die Flucht. Die Familie wurde mit einen Lastwagen an die libanesische Grenze gebracht und ging zu Fuß weiter über die Grenze. Ranias Familie musste alles hinter sich lassen, aber das ist nichts im Gegensatz dazu, dass sie auch ihre beiden Brüder in Syrien lassen mussten.  Die beiden gelten seither als vermisst. Die Familie hat keinen Kontakt zu ihnen, seitdem sie Syrien verlassen mussten. Ihnen gilt ihre größte Sorge.

Rania lebt seitdem in einer überfüllten Zeltstadt  unter sehr beengten Zuständen. Die Situation und vor allem die sanitären Umstände sind sehr schlecht. Die Zeltstadt ist neben einer Müllhalde angesiedelt, in der es neben der allgemeinen Geruchssituation zu wöchentlichen Verbrennungen des Müllberges kommt. Die giftigen Rauchschwaden umgeben dann ihr notdürftig angefertigtes Zelt.

Die Volkshilfe, NPA (Norwegian People's Aid) und Solidar Suisse unterstützen Familien, wie jene von Rania, mit Essensgutscheinen, Hygieneartikel für einen Zeitraum von drei Monaten und helfen ihnen mit dem behördlichen Registrierungsprozess als Flüchtling mit  bei UNHCR.

So können Sie helfen:
 

Hilfe in Form von Hygienepaketen:
Hygienepaket um 40 Euro
Werden in in 13 Dörfern an Flüchtlinge verteilt.
 

Hilfe für Familien:
Lebensmittelpaket um 80 Euro
Enthält Grundnahrungsmitteln wie Zucker, Reis, Milch, Tee, Linsen, Bohnen, Dosenfleisch.

Jetzt online spenden!

Auch viele kleine Spenden helfen, die Not in Syrien zu lindern. Die Volkshilfe ist Partnerorganisation von „Nachbar in Not“.
So können Sie die Aktion „Nachbar in Not“ unterstützen!

Spendenmöglichkeiten:
„Nachbar in Not“ - Flüchtlingshilfe Syrien
Spendenkonto: 400 400 440 00 (BLZ 20111)
Online spenden: nachbarinnot.ORF.at
Spenden per SMS: +43 664 660 44 66

Bildnachweis: solidar suisse

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