Voices for refugees

150.000 VOICES FOR REFUGEES haben am verganenen Samstag ein eindeutiges Zeichen gesetzt: Für eine menschliche Asylpolitik in ganz Europa!

Wien, 4.10.2015

Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich und zugleich Initiator des großen Solidaritätskonzertes „Voices for refugees“ freut sich über den großen Erfolg der Kundgebung: „Unser Solidaritätskonzert sollte ein Weckruf für die EntscheidungsträgerInnen sein, sich wieder an den Grundwerten Europas auszurichten. Mehr als 150.000 Menschen sind unserem Aufruf gefolgt und zeigten als Zivilgesellschaft den einzig richtigen Weg, mit der Flüchtlingsbewegung umzugehen“, sagt Fenninger. Auch Ewald Tatar, Geschäftsführer von Nova Music, der bei der Organisation der Kundgebung gemeinsam mit seinem Team den entscheidenden Beitrag geleistet hat, ist überwältigt:  „Die Stimmung im Publikum war einzigartig und das Zeichen für Menschlichkeit unüberhörbar“, sagt Tatar.

Warum “voices”?

“voices” steht einerseits für die Stimmen der KünstlerInnen, die auftraten und sich somit mit allen ÖsterreicherInnen solidarisierten, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Andererseits steht “voices” für die Stimme jedes einzelnen Menschen, der auf den Heldenplatz gekommen ist und ein Zeichen gesetzt hat: Gegen Unmenschlichkeit, für Respekt und Achtung im Umgang Miteinander und vor allem mit den Flüchtlingen. Mit “voices” haben wir unsere Stimmen in Vertretung jener erhoben, deren Schreie nicht gehört werden.

Großartige Stimmung

Zahlreiche Bands wie Die Toten Hosen, Bilderbuch, Conchita oder Konstantin Wecker zeigten sich mit der Volkshilfe und dem Publikum solidarisch und forderten während ihrer Auftritte ein menschliches Europa. Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich bei seiner Rede von der Solidarität der Menschen überwältigt und auch RednerInnen wie Harald Krassnitzer und Susanne Scholl richteten einen Appell an die europäische Staatengemeinschaft. Nach Fischers Rede kamen alle PerformerInnen des Abends zu einer Schweigeminute auf die Bühne. Das Lichtermeer bildete einen der absoluten Höhepunkte des Abends. Auch viele Flüchtlinge erhoben auf der Bühne ihre Stimme und bedankten sich bei den ÖsterreicherInnen für ihre Unterstützung. Die Veranstalter sind immer noch überwältigt von der bombastischen Stimmung mit zahlreichen Gänsehaut-Feeling-Momenten.

Asyl ist ein Menschenrecht

Erich Fenninger in seiner Rede: "Die Menschenrechte sind unteilbar, unveräußerlich und universell. Denn wenn das Asylrecht fällt, fällt auch das Menschenrecht in unserem Land. Kein Mensch auf der ganzen Welt verlässt seine Heimat ohne Grund. Flucht ist kein Verbrechen. Das gilt es nie zu vergessen. Denn das zu vergessen heißt Barbarei. Und gegen diese müssen wir aufschreien. In Europa, aber auch in Österreich. Gemeinsam mit allen engagierten, helfenden, empörten, mitleidenden, Schutz gebenden, menschenrechtlich orientierten Menschen und NGOs möchten wir also ein unüberhörbares ein Zeichen setzen."

Dankeschön!

Die Volkshilfe veranstaltete die große Solidaritätskundgebung mit Konstantin Wecker, Bilderbuch, Conchita, den Toten Hosen und vielen anderen in Kooperation mit Nova Music und den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Caritas, Diakonie, Hilfswerk und Österreichisches Rotes Kreuz. Außerdem wurde die Kundgebung vom Malteser Hospitaldienst Austria, Die Johanniter, dem Integrationshaus, den Kinderfreunden, SOS Mitmensch, Ute Bock, Mauthausen Komitee, SOS Kinderdorf, Don Bosco Flüchtlingswerk, asylkoordination und Globale Verantwortung unterstützt. Fenninger: „Unser großer Dank geht an alle, die innerhalb kürzester Zeit mitgewirkt haben, dieses großartige Ereignis zu verwirklichen, allen, die sich seit Wochen freiwillig in der Flüchtlingshilfe engagieren und allen, die mit Ihrem Kommen dazu beigetragen haben, dass das Zeichen das wir setzen konnten, so einzigartig und stark war“.

Das Solidaritätskonzert wurde ermöglicht von der Stadt Wien, ÖRAG, ÖGB, Casinos Austria AG, Schindler, Wien Holding, Beiersdorf, Ströck, Paylife, BAWAG PSK, Lidl und der MA 48 durch Sachleistungen. Zusätzlich unterstützten zahlreiche Firmen und Privatpersonen im Bereich Bühnentechnik das Solidaritätskonzert mit Sach- und Dienstleistungen. Ein großes Dankeschön auch an die Wiener Linien, die MA 48 und die Organisatoren der Langen Nacht der Museen für Unterstützung und Verständnis.

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