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Seniorenfreundliche Gemeinde 2010

Wien, 24.04.2010

Für viele ältere Menschen ist ihre Gemeinde, ihre Stadt – also ihre Heimat – ein wichtiger Teil ihrer Identität, wo sie sich wohlfühlen und ein aktiver Teil der Gemeinschaft sein möchten. Zahlreiche Gemeindeverantwortliche unternehmen deshalb große Anstrengungen, das Leben ihrer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger besonders angenehm zu gestalten – sei es durch bauliche Maßnahmen, soziale und kulturelle Aktivitäten oder innovative Pflege- und Gesundheitsprojekte.

Es ist der Volkshilfe und dem Pensionistenverband ein Anliegen, den Verantwortlichen mit der Auszeichnung „Seniorenfreundliche Gemeinde Österreich" laut „Danke“ zu sagen, gleichzeitig soll die Würdigung aber auch Vorbildwirkung für neue Projekte haben.

Die Auszeichnung

Seniorenfreundlichkeit kann in vielen verschiedenen Bereichen zum Ausdruck kommen. Die BewerberInnen mussten deshalb gezielt über die verschiedensten Aspekte ihres Engagements Auskunft geben: Gesundheit, Pflege und Betreuung, Barrierefreiheit, Infrastruktur, Freizeit- und Bildungsangebot, Ehrenamt, Partizipation, Vernetzung zwischen den Generationen, u.v.m.

Qual der Wahl für die ExpertInnen-Jury

Für die hochrangig besetzte Jury waren die vielen qualitativ hochwertigen Einreichungen eine besondere Herausforderung, da 2010 erstmals pro Kategorie nur eine Gemeinde ausgezeichnet wurde. Neben VertreterInnen der Organisatoren, des Österr. Städtebunds, des Österr. Gemeindebunds und Seniormedia war mit Professorin Gertrud Simon, Leiterin des Universitätslehrgangs Gerontologie in Graz, und Professor Franz Kolland vom Institut für Soziologie der Universität Wien auch die Wissenschaft prominent in der Jury vertreten.

Die ausgezeichneten „Seniorenfreundlichen Gemeinden Österreich 2010“ sind:

• Kategorie 1 (bis 2.500 EinwohnerInnen): 

ASCHACH an der Donau, OÖ   
Die Gemeinde bietet der älteren Generation eine große Zahl an Veranstaltungen, Ausflügen und Vorträgen, etwa zu Themen wie Behinderung oder Migration. Auch auf die Bereiche geistige und körperliche Gesundheit sowie Pflege und Betreuung wird viel Wert gelegt.

• Kategorie 2 (bis 5.000 EinwohnerInnen): 

ST. KANZIAN am Klopeiner See, Kärnten
Die Gemeinde engagiert sich seit Jahren, ihre SeniorInnen geistig, körperlich und sozial fit zu halten und ins Gemeinschaftsleben einzubinden. Derzeit wird eine Seniorenwohnanlage geplant. Seniorentaxi, Gedächtnistrainings, Stammtische für pflegende Angehörige und Frauengesundheitstage runden das umfangreiche Angebot ab.

• Kategorie 3 (5.001 bis 10.000 EinwohnerInnen): 

ST. VALENTIN, NÖ        
Neben einem großen Freizeitangebot bietet die Gemeinde ihren älteren BürgerInnen eine umfassende und hochwertige soziale Infrastruktur und achtet darauf, dass SeniorInnen verschiedenste Angebote für Ihre jeweiligen Bedürfnisse vorfinden. Spezielle Ermäßigungen, intergenerative Projekte, Einkaufsdienste und ein starkes Ehrenamt zeichnen drüber hinaus die Gemeinde aus.

• Kategorie 4 (über 10.000 EinwohnerInnen): 

LEONDING, OÖ
Die Gemeinde Leonding sieht es als besondere Aufgabe, alle Generationen ihrer über 27.000 EinwohnerInnen zu vernetzen und in die Gemeinschaft einzubinden. Die Interessen der SeniorInnen werden auf verschiedenen Plattformen aktiv vertreten, das große Freizeit- und Dienstleistungsangebot für ältere Menschen ist sichtbarer Beweis der gelebten Leondinger Seniorenfreundlichkeit. Viele Veranstaltungen, ein computergestütztes Gedächtnistraining (Mensana), ein spezieller Sozialratgeber und Betreutes Wohnen sind nur einige der zahlreichen Initiativen.

• Kategorie 5:

KAPFENBERG, STMK: Spezialpreis der Jury für besonders innovative Ansätze
Die Stadt Kapfenberg im steirischen Mürztal wurde bereits 2004 als seniorenfreundliche Gemeinde ausgezeichnet und hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht, sondern mit Konsequenz und Kreativität daran arbeitet, ihren EinwohnerInnen ein perfektes Umfeld fürs Älterwerden zu bieten. Ehrenamtliche Zusammenarbeit, geistige und körperliche Gesundheit, sowie ein innovativer, spielerischer Ansatz im Zusammenführen der Generationen sind zentrale Aspekte des seniorenfreundlichen Engagements in Kapfenberg. Daher wurde der Stadt der Spezialpreis der Jury für besonders innovative Ansätze zuerkannt.

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