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Seniorenfreundliche Gemeinde 2012

Wien, 7.11.2012

Die Auszeichnung fand im feierlichen Rahmen der Abschlussveranstaltung des „Europäischen Jahrs für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ im Odeon Theater in Wien statt.

Die Auszeichnungen wurden von Bundesminister Rudolf Hundstorfer übergeben, der in seiner Rede „die Bedeutung der Gemeinden als unmittelbaren Lebensmittelpunkt hervorhob. Es sind die Angebote und Maßnahmen der Gemeinden, die maßgeblich darüber entscheiden, wie aktiv, wie engagiert, wie gesund und wie gesellschaftlich integriert die Menschen, insbesondere auch die Seniorinnen und Senioren leben können.“

Der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger würdigte „die großen Anstrengungen, die viele Kommunen unternehmen, um der älteren Generation ein lebenswertes Umfeld zu bieten. Viele Einreichungen zeigen tolle „best practice“ Beispiele, leider konnten wir nur einige auszeichnen.“   

Für den Präsidenten des Pensionistenverbandes Österreichs Karl Blecha sind „die  Gemeinden, die Seniorenfreundlichkeit auf der Agenda ganz oben haben oft auch jene, die auch viele Angebote für junge Menschen und Familien haben. Denn das ist im Sinne des Zusammenlebens der Generationen besonders wichtig.“

Für den Gemeindebund nahm Generalsekretär Dr. Walter Leiss an der Veranstaltung teil, der Städtebund war mit Generalsekretärin MMag.a Heidrun Maier-de Kruijff vertreten.

Ausgezeichnete Gemeinden

In fünf Kategorien wurden die Auszeichnungen vergeben, die von einer kompetenten Fachjury unter den zahlreichen Einreichungen ausgewählt wurden.

Kategorie 1: bis 2.500 EinwohnerInnen: Leitersdorf im Raabtal, Steiermark


Die kleine Gemeinde hat ein blühendes Vereinswesen und fördert mit vielfältigen Maßnahmen die Aktivitäten von Gemeinden. Projekte wie „Jugend hilft Älteren“, „Ältere lernen mit Kindern“ und „Einkaufen und Botendienste im Dorf“ haben die Jury überzeugt.

Kategorie 2: 2.501 bis 5.000: Kronstorf, Oberösterreich


Die Marktgemeinde Kronstorf zeichnet sich durch das Engagement bei generationen-übergreifenden Aktivitäten aus. Leihomas betreuen Volksschul- und Kindergartenkinder, engagierte PensionistInnen entwickeln den „Kindergartenweg“. Aber auch Aktivitäten wie Lesestunden im „betreubaren Wohnen“ oder ein umgestalteter Wanderweg zu einem Gedächtnisweg machen die Gemeinde zu einer „seniorenfreundlichen“.

Kategorie 3: 5.001 bis 10.000 EinwohnerInnen: Bad Goisern, Oberösterreich


Die Gemeinde am Hallstättersee bietet ein abwechslungsreiches Programm und ein dichtes soziales Netz. SeniorInnenturnen, Wanderungen, PensionistInnennachmittage, Pflege-stammtische und Gedächtnistrainings werden gerne besucht. Auf ihr „Umweltseniorentaxi“ ist die Marktgemeinde zu Recht besonders stolz. Aber auch der Dialog zwischen den Generationen wird gezielt gefördert, beispielsweise durch die Zusammenarbeit von Altenheim und Kindergarten.

Kategorie 4: 5.001 bis 10.000 EinwohnerInnen: Bregenz 


Die Landeshauptstadt von Vorarlberg zeichnet sich durch ein dichtes Netz an Einrichtungen und zahlreiche Aktivitäten aus. Sozialzentren, psychosoziale Beratung, betreutes Wohnen und Kurzzeitpflege ermöglichen in Bregenz ein Altern in Würde. Die Stadt Bregenz erleichtert durch finanzielle Unterstützung für Betroffene auch den Zugang zu Tagesbetreuungs-einrichtungen. SeniorInnenspezifische Angebote im Sportbereich wie Aqua-Gymnastik oder SeniorInnenwanderungen und zahlreiche ehrenamtliche Initiativen wie Besuchs- und Begleit- dienste und Selbsthilfegruppen runden das Angebot ab. Ein intergeneratives Wohnprojekt unter den Namen „Lebensräume für Jung und Alt“ mit einem besonderen Konzept der Nachbarschaftshilfe ist seit zwölf Jahren ein sehr innovatives Projekt in diesem Bereich.

Kategorie 5: Spezialpreis der Jury für besonders innovative Ansätze: Initiative Dorfservice in Kärnten  


Das Netzwerk besteht aus zwölf Gemeinden, das sich seit 2007 für eine altersgerechte Infrastruktur in ländlichen Regionen einsetzt. Das Team besteht aus 120 haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Ziel ist es, Lücken im sozialen Netz durch Informations- angebote und professionell koordinierte ehrenamtliche Leistungen zu schließen. Im Zuge der geschaffenen „Sozial- und Gesundheitsdrehscheibe“ in jeder Gemeinde geben die MitarbeiterInnen Auskunft und vernetzen verschiedene PflegedienstanbieterInnen. 

Gratulation an Gemeinden


Wir gratulieren im Namen der VeranstalterInnen und UnterstützerfInnen allen ausgezeichneten Gemeinden und bedanken uns bei allen Gemeinden, die sehr informative Einreichungen zusammengestellt haben.

Die „Seniorenfreundliche Gemeinde Österreich 2012“ wird veranstaltet von Volkshilfe Österreich und dem Pensionistenverband Österreichs. Der Wettbewerb wird unterstützt vom Bundesministerium für Soziales, Arbeit und Konsumentenschutz, vom Österreichischen Gemeindebund und Österreichischen Städtebund.

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