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Unermüdlich gegen Armut

Karin Ortner ist bei der Volkshilfe Österreich für das Spendenwesen verantwortlich. Im Gespräch erklärt sie, wie die Volkshilfe  gemeinsam gegen Armut aktiv macht.

Volkshilfe Magazin: Die Volkshilfe tritt seit 2004 verstärkt durch Kampagnen, wie „armut tut weh“ oder „Armut made in Austria“, als Hilfsorganisation auf. Warum?

Karin Ortner: Die Volkshilfe ist eine Hilfsorganisation, die auf eine lange traditionsreiche Geschichte zurückblickt. Seit unserer Gründung vor 65 Jahren setzen wir uns für jene Menschen ein, die keine Lobby haben. Durch unsere Kampagnen wollen wir nicht nur Geld für dringend notwendige Hilfsprojekte sammeln, sondern auch auf Missstände in unserer Gesellschaft hinweisen.

Volkshilfe Magazin: 2011 war ein Jahr der großen Naturkatastrophen: Dürre in Ostafrika, Tsunami in Japan. Kommt die Spende auch dort an, wo sie gebraucht wird?

Karin Ortner: Als Hilfsorganisation bekämpfen wir Armut in Österreich, leisten Katastrophen- und Entwicklungshilfe im Ausland und unterstützen
Projekte für pflegende Angehörige. Jede Spende kann einem ganz bestimmten Zweck gewidmet werden: Man muss nur das entsprechende Kennwort angeben, das zu jedem Projekt auf unserer Homepage zu finden ist.

Volkshilfe Magazin: Wie wird sichergestellt, dass die Spendengelder auch ordnungsgemäß verwendet werden?

Karin Ortner: Die Volkshilfe wird jährlich dreifach geprüft: Erstens unterziehen wir uns einer unabhängigen Wirtschaftsprüfung. Zweitens überprüft uns die unabhängige Kammer der Wirtschaftstreuhänder, die das Österreichische Spendengütesiegel verleiht. Und drittens kontrolliert uns  das Finanzamt Wien für Bewilligung der Spendenabsetzbarkeit.

Volkshilfe Magazin: Das bedeutet?

Karin Ortner: Wir legen großen Wert auf Transparenz. Die Spendenbeiträge werden sehr sparsam verwaltet, unser Verwaltungsaufwand beläuft sich auf nur 5 Prozent. Darauf sind wir sehr stolz.

Volkshilfe Magazin: Welche neuen Entwicklungen gab es 2011?

Karin Ortner: Seit 2011 bieten wir auch den Service „Spenden per SMS“ an.  Man sendet eine SMS mit dem gewünschten Spendenbetrag von 1 bis 100 Euro an die Nummer 0676 800 70 80. Danach erhält man noch eine Bestätigungs-SMS, mit der man mit „Ja“ antworten muss. Und schon haben Sie Menschen in Not geholfen.

Volkshilfe Magazin: Welche anderen Möglichkeiten gibt es, Armut zu bekämpfen?

Karin Ortner: Wenn man persönlich mithelfen möchte, kann man als ehrenamtliche/r MitarbeiterIn aktiv werden. In unseren Landesvereinen organisieren Ehrenamtliche beispielsweise Hilfstransporte nach Rumänien oder geben kostenlose Nachhilfe für Flüchtlingskinder. Man kann seine Verbundenheit aber auch zeigen, in dem man Mitglied in einem unserer
neun Landesvereine wird.

Volkshilfe Magazin: Welche Möglichkeiten gibt es noch, um Menschen in Not zu unterstützen?

Karin Ortner: Bei Begräbnissen kann man anstelle von Blumen- und Kranzspenden auf Spendenmöglichkeiten für die Volkshilfe hinweisen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Volkshilfe in sein Testament aufzunehmen. Das sind sensible Themen, doch immer mehr Menschen wollen nachhaltig Gutes tun oder für erhaltene Hilfe danken.

Volkshilfe Magazin: Zum Abschluss: Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit
wichtig?

Karin Ortner: Spenden haben nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen ideellen Wert: Spenden hat viel mit Vertrauen zu tun. Deshalb stehen wir unseren SpenderInnen jeden Werktag unter unserer Hotline 01/9610560 oder unter spenden@volkshilfe.at Rede und Antwort. Unser Team sagt im Namen all jener, denen durch eine Spende in ihrer Not geholfen werden konnte, danke!

Mehr Infos: www.volkshilfe.at/spenden

Foto: Thomas Blazina

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