Volkshilfe zu Asyl: Erster Schritt getan, weitere Schritte aber nötig!

Fenninger: Qualität der Unterbringungsplätze sowie Einbindung Aller müssen jetzt im Vordergrund stehen

Wien, 31.07.2015

"Das von der Bundesregierung heute vorgeschlagene 5 Punkte Programm zum Thema Asyl ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich. Besonders erfreulich sei die Umsetzung der von den NGOs seit langem geforderten Erhöhung des Tagsatzes für Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge: "Die Annäherung an die Tagsätze der Kinder- und Jugendwohlfahrt ist begrüßenswert. Nun kann nicht nur untergebracht, sondern auch betreut werden.", sagt Fenninger.

Nun sei es wichtig, weiterhin an Bund, Länder, Bezirke und Gemeinden zu appellieren, menschenwürdige Unterbringungsplätze zu schaffen, die auch und vor allem langfristig zur Verfügung stehen. Fenninger weist jedoch auch darauf hin, dass bei der Suche nach neuen, geeigneten Quartieren jedenfalls die Qualität der Unterbringung im Vordergrund stehen müsse: "Menschenrechte dürfen kein Lippenbekenntnis sein. Eine angemessene Unterbringung von schutzbedürftigen Menschen bedeutet, diesen nicht nur ein Obdach zu bieten, auch die gesundheitliche und soziale Versorgung muss gewährleistet sein".

Dass der unerträglichen Situation in Traiskirchen endlich ein Ende gesetzt wird - darauf pocht Fenninger auch weiterhin: "Menschen in einem Land wie Österreich auf dem Boden, im Freien übernachten zu lassen, ist beschämend. Die öffentliche Hand - egal ob Bund oder Land - muss jetzt endlich Verantwortung übernehmen". Außerdem wünscht er sich, dass alle Beteiligten in die Diskussion miteinbezogen und gehört werden: "Die Zusammenarbeit mit Bund, Land und Bezirken sowie NGOs, wie der Volkshilfe bleibt unabdingbar. Nur ein weiterer konstruktiver Dialog kann Lösungen hervorbringen", sagt Fenninger. Nicht zuletzt müsse weiterhin daran gearbeitet werden, Ängste und Zweifel der Bevölkerung abzubauen und den Menschen mit Information und Aufklärung zu begegnen.

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