Volkshilfe: Kein Polizeieinsatz gegen Geflüchtete in Idomeni

Fenninger: „Europa soll als humanitäre Geste alle 14.000 Menschen aufnehmen."

Wien, 9.3.2016

„Idomeni ist zum Symbol des Scheiterns der europäischen Politik geworden. Das Schließen der Grenzen ohne Begleitmaßnahmen hat eine humanitäre Katastrophe produziert“, so Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich.

Europa muss handeln
„Mehr als die Hälfte der rund 14.000 Menschen, die derzeit in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze in Regen, Schlamm und Kälte ausharren, sind Frauen und Kinder. Wir dürfen es nicht zulassen, dass diese von PolitikerInnen wie Außenminister Kurz bewusst provozierten Bilder zum neuen Antlitz Europas in der Welt werden“, sagt Fenninger. Europa solle sich nicht hinter einer Politik der Abschreckung und Angst verbarrikadieren, sondern sich seiner Verantwortung stellen. „Europa muss handeln und sich wieder zu seinen Gründungswerten bekennen: Zu Humanität und Menschenrecht“, so Fenninger.

Kindeswohl steht im Mittelpunkt
Bei einer Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni gelte es vor allem, auf die vielen Kinder Rücksicht zu nehmen. Das Kindeswohl müsse hier im Mittelpunkt stehen. „Die handelnden PolitikerInnen sollten sich der großen Verantwortung bewusst sein, die sie für die Zukunft dieser Kinder übernommen haben.“ so Fenninger.

Volkshilfe fordert humanitäre Geste
„Die Volkshilfe fordert daher eine humanitäre Geste der europäischen VerantwortungsträgerInnen: Setzen sie sich dafür ein, dass es keine Polizeiaktion gegen Schutzsuchende gibt! Nehmen Sie die 14.000 Geflüchteten von Idomeni in Europa auf! Beweisen Sie guten Willen und Verantwortungsbewusstsein diesen Menschen gegenüber, die den Preis für das europäische Scheiten bezahlen und in Schlamm und Elend leben. Eine humanitäre Geste könnte ein Startpunkt für eine neue europäische Politik sein. Eine Politik, die nicht auf abschreckende Bilder setzt, sondern auf lösungsorientiertes Handeln, das die Menschenrechte nicht nur zitiert, sondern tatsächlich lebt“, sagt Fenninger.

Volkshilfe sammelt für Idomeni
Den vielen großartigen Freiwilligen, die über Wochen und Monate an der griechisch-mazedonischen Grenze helfen, gebühre Dank und Anerkennung: „Ich habe größten Respekt vor allen freiwilligen HelferInnen vor Ort. Aber auch in Österreich darf die Zivilgesellschaft nicht schweigen, wenn die Politik versagt“, sagt Fenninger. Mit Spendengeldern könne direkt und unmittelbar geholfen und die Situation in Griechenland erträglich gemacht werden.

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