Volkshilfe: Keine militärischen Lösungen im Mittelmeer

Fenninger: “Die Antwort Europas darf niemals Gewalt sein“

Wien, 11.5.2015

Die Kampagne des gemeinsamen Dachverbandes Globale Verantwortung zur Erhöhung der Mittel für Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit erreichte heute einen neuen Höhepunkt. In Gesprächen mit dem Bundeskanzleramt, dem Finanzministerium und Vertretern des Vizekanzlers forderten die zahlreich erschienen NGO-AktivistInnen erneut eine Änderung des Finanzrahmengesetzes.

Der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Erich Fenninger nimmt dazu Stellung: “Die  aktuellen Meldungen über EU-Bestrebungen, Flüchtlingsboote zu zerstören, machen mich fassungslos. Auf die größte Flüchtlingskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit Gewalt zu reagieren ist der falsche Weg.

Wenn wir die „Geschäftsgrundlage“ der Schlepper, ein sehr zynisches Wort, zerstören wollen, dann sicher nicht militärisch. Ganz im Gegenteil, wir müssen die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessern, hier ist auch die EU massiv gefordert. Der Einsatz für ein friedliches Zusammenleben ist alternativlos. Und dazu trägt auch eine Erhöhung der Mittel für Entwicklungszuammenarbeit bei.“

Kurzfristig muss Europa allerdings sichere Korridore schaffen, um nicht das Leben von weiteren Flüchtlingen zu gefährden. „Es darf nicht sein, dass nur die Anrainerstaaten der Bürgerkriegsländer Syrien, Libyen und zahlreicher afrikanischer Staaten unter massiven Flüchtlingsströmen leiden, und das reiche Europa sich mit Waffengewalt abschottet. Das ist eine Bankrotterklärung aller humanistischen Ideen, die von Europa ausgegangen sind. In dieser humanitären Krise muss Europa handeln und mehr Flüchtlinge aufnehmen“, so Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger abschließend.

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Pressesprecherin
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