Volkshilfe zu minderjährigen Flüchtlingen: Jedes Kind ist gleich viel wert!

Fenninger fordert nicht nur Lösung für Überlastung in Traiskirchen sondern auch Anhebung des Tagsatzes!

Wien, 06.05.2015

Anlässlich des heutigen Treffens der Landeshauptleute zum Thema Asyl schildert Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe die Situation der minderjährigen Flüchtlinge: „Hunderte Kinder und Jugendliche, einige jünger als 14, warten schon monatelang auf Betreuungsplätze. Diese Kinder sind traumatisiert, sie befinden sich in einer kinderrechtlich absolut nicht adäquaten Situation. Gerade diese Kinder brauchen einen besonderen Schutz! Momentan gewährleisten wir ihnen nicht mal einen ‚normalen‘ Schutz“, kritisiert Fenninger die katastrophale Situation in Traiskirchen und fordert eingehend, die Kinder und Jugendlichen nicht sich selbst zu überlassen.

Außerdem spricht sich  Fenninger für eine Anhebung des Tagsatzes für minderjährige Flüchtlinge aus: „Für Flüchtlingskinder wird von der öffentlichen Hand in der Regel nur halb so viel ausgegeben wie für österreichische Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern aufwachsen. Dieser Tagsatz ist nicht nur zu niedrig, es ist ein Skandal, dass wir diese ohnehin in vielerlei Hinsichten benachteiligten und traumatisierten Kinder nicht im gleichen Ausmaß fördern“, sagt Fenninger angesichts der von Österreich ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention und fügt hinzu: „Jedem Kind sollten alle Chancen zuteil werden. Von diesem Prinzip ausgehend sowie auf Basis der drei Grundprinzipien der Kinderrechtskonvention müssen nicht nur die Landeshauptleute sondern auch die Innenministerin rasche und effektive Lösungen finden“.

Eine Einbeziehung der NGOs in die Debatte und Lösungsfindung hält Fenninger für unabdingbar: „Die Situation in Traiskirchen und die offensichtliche Benachteiligung Schutzbedürftiger erfordert Taten statt Worte. Im ersten Schritt ist eine Einbeziehung der ExpertInnen notwendig“, sagt Fenninger und fordert damit abschließend einen Gipfel der Innenministerin mit den NGOs sowie den Landeshauptleuten. „Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir effektive Lösungen erwarten.“

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Pressesprecherin
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