Volkshilfe fordert: Politik muss Lehren aus der OECD-Studie ziehen

Geschäftsführer Erich Fenninger: „Bildung ist kein Erbrecht, sondern der Schlüssel für sozialen Aufstieg“

Wien, 10.09.2014

Die neue OECD Vergleichsstudie „Bildung auf einen Blick 2014“ liefert einige sehr traurige Resultate. Wenn „weniger als ein Drittel der Erwachsenen in Österreich eine höhere Ausbildung als ihre Eltern haben, kann das doch nicht länger ignoriert werden“, nimmt der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger zur Bildungsdiskussion in Österreich Stellung. „Das ist Raubbau an der Zukunft vieler Kinder und Jugendlicher, denn die Anforderungen am Arbeitsmarkt steigen ständig. Eine gute Ausbildung ist aber der Schlüssel zum sozialen Aufstieg. Und der ist in Österreich immer noch sehr schwierig, auch das zeigt die Studie sehr deutlich“, so Fenninger.

In Österreich ist die Chance für ein Kind, dessen Eltern nur einen Pflichtschulabschluss haben, selbst einen Uni-Abschluss zu erlangen, nur halb so groß wie im OECD-Schnitt, nämlich 10 Prozent.

Die Volkshilfe fordert daher, das Bildungssystem unabhängiger von der sozialen Stellung der Eltern zu machen. Das bedeutet keine frühe Trennung der Kinder mit 10 Jahren, sondern eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen und die Durchmischung von sozialen Milieus. Aber auch Investitionen in den Schulbau und die Aus- und Weiterbildung der LehrerInnen sind zentrale Faktoren, um nicht Lebenschancen sehr früh zu vernichten.

„Bildung darf in unserem Land nicht weiter ein Erbrecht bleiben, sondern das Bildungssystem muss Schlüsselfaktoren für den sozialen Aufstieg für alle vermitteln. Dieser Anforderung wird es nicht gerecht, daher muss auf die erschreckenden Befunde endlich reagiert werden“, so Fenninger abschließend.

Im Bild: Erich Fenniger / Fotograf Mike Ranz

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