Volkshilfe verleiht die „Luise“, den Österreichischen Pflege- und Betreuungspreis“

Die Volkshilfe verleiht die "Luise", den österreichischen Pflege- und Betreuungspreis in vier Kategorien.

Wien, 05.11.2014

Die Auszeichnungen werden heute in vier Kategorien im Sozialministerium überreicht. Die Auszeichnung wurde von der Volkshilfe 2006 ins Leben gerufen und rückt das Engagement pflegender Angehöriger, ehrenamtlicher HelferInnen und pflegender Kinder und Jugendlicher in den Mittelpunkt. Außerdem werden Unternehmen, die Verantwortung im Pflege- und Betreuungsbereich übernehmen, ausgezeichnet. "Mit dem Pflege- und Betreuungspreis zeichnen wir besondere Menschen aus, und Unternehmen, die auch in diesem Bereich Verantwortung für ihre MitarbeiterInnen übernehmen. Zum ersten Mal trägt der Pflege- und Betreuungspreis den Namen "Luise", nach einer der Gründerinnen der Volkshilfe, Luise Renner", so der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger. Die PreisträgerInnen 2014 wurden von einer Fachjury ermittelt.

Rund 120 Menschen besuchten die Preisverleihung, darunter zahlreiche VertreterInnen von Hilfsorganisationen, Selbsthilfegruppen und Interessenvertretungen. Sozialminister Hundstorfer dankte in seiner Rede für die aufopfernde Tätigkeit und hohe menschliche Kompetenz, die pflegende Angehörige tagtäglich erbringen. "Pflegende Angehörige sind großen psychischen Belastungen ausgesetzt. Sie sehen sich täglich mit der Situation konfrontiert, dass Menschen, die man liebt, auch leiden müssen. Aber sie sind nicht alleine und mir es wichtig zu betonen, dass ich alle Maßnahmen im Pflegebereich wie Pflegekarenz, Pflegeteilzeit oder Sozialversicherungsschutz immer auch unter dem Gesichtspunkt der Verbesserung Ihrer Situation als pflegende Angehörige prüfe", sagte der Minister. Laudationes hielten Sektionschef Manfred Pallinger (BMASK), Birgit Meinhard-Schiebel (Präsidentin der Interessensgemeinschaft pflegender Angehöriger) und Martin Nagl-Cupal (Institut für Pflegewissenschaft). Die vom international anerkannten Künstler Manfred Wakolbinger gestaltete "Luise" wurde in zwei Kategorien von George Zarkalis (Geschäftsführer Novartis Pharma Österreich) und Sabine Moravi (General Manager Onkologie Novartis Pharma Österreich) überreicht. Das Schauspielhaus Wien sorgte für Unterhaltung, für die musikalische Umrahmung das Bernd Fröhlich Orchester.

Dank gilt UnterstützerInnen

Der "Österreichische Pflege- und Betreuungspreis" wird unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Die Volkshilfe dankt den SponsorInnen und KooperationspartnerInnen Novartis Pharmaceuticals, Rogner Bad Blumau, GEA, STYX und den Medienpartnern NEWS und Falter sowie der Interessensgemeinschaft pflegender Angehöriger. Alle Fotos finden Sie hier.

Die PreisträgerInnen der Kategorie "Pflegende Angehörige"

Brigitte Dittrich betreut seit 2010 ihre fast 93-jährige Mutter, die bettlägerig und an Demenz erkrankt ist. Frau Dittrich hat dafür eine zusätzliche Wohnung in Ried im Innkreis angemietet.

Margarita Haupt pflegte 22 Jahre lang ihren Mann, der bei einem Unfall beide Beine verloren sowie unter einem massiven Organversagen gelitten hatte. Seit seinem Tod pflegt sie ihre Mutter, die mehrere Schlaganfälle erlitt und schwer gehbehindert ist sowie ihren Sohn.

Max Stöckl ist 78 Jahre alt, seine Frau verstarb vor 17 Jahren. Ihr einziges Kind, Peter, erkrankte vor 14 Jahren an einer schleichenden Nervenerkrankung. Herr Stöckl kümmert sich rund um die Uhr liebevoll um seinen Sohn.


Die PreisträgerInnen der Kategorie "Ehrenamtliche HelferInnen"

Karlheinz Reichert veranstaltet seit 15 Jahren Benefizkonzerte für betreuungsbedürftige Kinder und Jugendliche. Er engagiert sich mit dem "Verein Miteinander" für die Förderung eines selbstbestimmten Lebens für ältere und behinderte Menschen.

Ehrenamtliche AsylwerberInnen der Böcklingstraße 4 betreuen die körperbehinderte, 87-jährige Mindestrentnerin Herta Anderschitz. Die Minderjährigen haben geholfen, die Wohnung der Dame barrierefrei zu gestalten und kümmern sich rührend um sie.

Der Verein Salz Selbsthilfe Alzheimer bietet eine Plattform, in der sich Betroffene treffen und austauschen. Zweimal im Monat findet ein Treffen statt, bei dem nicht nur der Austausch von Wissen, sondern auch die gegenseitige Stärkung im Vordergrund stehen.

Die PreisträgerInnen der Kategorie "Unternehmen, die Verantwortung im Pflegebereich übernehmen

Die Merkur Warenhandels AG bietet neben der Pflegekarenz zahlreiche weitere Leistungen, die für eine nachhaltige, familienbewusste Personalpolitik sprechen. Insgesamt wurden für die nächsten drei Jahre 15 Projekte definiert, um den MitarbeiterInnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie garantieren zu können.

VAMED-KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungsges.m.b.H. verfügt mit dem "club lebenszeit" über ein beispielhaftes Angebot der betrieblichen Gesundheitsförderung zur Unterstützung der MitarbeiterInnen und Menschen aus deren persönlichen Umfeld, das diesen kostenlos zur Verfügung steht.

Die PreisträgerIn der Kategorie "Pflegende Jugendliche"

Tamara Pfund pflegt ihren Vater, der an MS erkrankt ist. Die Schülerin kümmert sich gemeinsam mit ihrer Schwester Larissa selbstständig um Haushalt und Pflege des Vaters.

Der Sonderpreis der Jury erging heuer an die Pflegenden Angehörigen und die von Ihnen betreuten Personen, die im Buch "Ich bin, wer ich war - Leben mit Demenz" porträtiert wurden.

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Melanie Rami, MA        
Pressesprecherin
0676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at

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