Volkshilfe begrüßt Plan A für Pflege

Fenninger unterstützt Forderung nach Valorisierung des Pflegegeldes & Abschaffung des Eigenregresses

Wien, 12.1.2016

Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich, nimmt auf den gestern präsentierten Plan A durch den Bundeskanzler Christian Kern Bezug: „Die große Mehrheit kommt in den Diskursen der Politik schon seit Jahren nur mehr sehr abstrakt oder gar nicht mehr vor. Die Menschen mit ihren echten Sorgen im Alltag, ihren Hoffnungen, die sich nicht mehr erfüllen und ihren Zielen, die sich nicht mehr verwirklichen lassen. Mit dem Plan A gibt der Bundeskanzler konkrete Antworten und bietet Problemlösungen". Besonders erfreut ist Fenninger über die Thematisierung der Bereiche Pflege und Betreuung: „Pflege betrifft unglaublich viele Menschen in unserem Land, trotzdem rückt das Thema im politischen Geschehen immer wieder in den Hintergrund. Gerade in Zukunft werden wir jedoch vor ganz neue Herausforderungen gestellt werden. Es ist daher absolut zu begrüßen, dass der Bundeskanzler dem Thema große Wichtigkeit zuspricht“.

Vor allem unterstützt der Direktor die Forderung nach der jährlichen Valorisierung des Pflegegeldes: „Wenn die Kosten für die Betroffenen steigen, muss auch die Unterstützung ausgebaut werden. Das fordern wir schon seit Jahren. Es ist besonders erfreulich, dass der Bundeskanzler diese Ansicht teilt“. Zudem nimmt der Direktor auf die Forderung nach der Abschaffung des Pflegeregresses Bezug:

„Der Eigenregress bestraft jene, die ihr Vermögen nicht rechtzeitig, also fünf Jahre vor dem Einzug in ein Alten- oder Pflegeheim, ihren Angehörigen überschreiben. Für uns ist das seit der Einführung ein absolutes No-Go und widerspricht jedem Grundsatz der Solidarität“. Fenninger unterstützt die Einführung einer solidarischen Finanzierung der Pflege, beispielsweise durch Erbschaftssteuereinnahmen: „So würden jene, die nicht mit einem großen finanziellen Kapital ausgestattet sind, nicht ihr gesamtes Hab und Gut aufgeben müssen, um sich die Pflege leisten zu können. Stattdessen würden viele einen gerechten Beitrag leisten“.

Österreich hat eines der besten Pflegesysteme weltweit. Die demografischen Entwicklungen sind jedoch als große Herausforderung zu betrachten: Der Personalbedarf wird drastisch steigen. Die einzig realistische Herangehensweise ist eine merkbare Aufwertung dieses Berufsfeldes – fachlich, gesellschaftlich und letztlich auch finanziell. Und dafür braucht es neue Lösungen, sagt Fenninger und unterstützt damit ebenfalls die Idee, neue Formen der Beschäftigung im Bereich der Pflege und Betreuung einzuführen: „Damit gäbe es einen Lückenschluss zwischen stundenweiser Betreuung und der 24-Stunden-Betreuung, was vor allem auch eine Entlastung der pflegenden Angehörigen bedeuten würde. Nicht zuletzt sollen innovative Vorschläge in diesem Bereich zu einer spürbaren Senkung der hohen Arbeitslosigkeit beitragen“.

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