Volkshilfe stellt neue Umfrage zum Thema Freiwilligenarbeit vor

Aktuelle Zahlen im Sozialbarometer anlässlich der Volkshilfe Freiwilligenmesse am 31.10.2014 in Krems

Wien, 30.10.2014

Rund 46% der ÖsterreicherInnen ab 15 Jahre sind in ihrer Freizeit als Freiwillige tätig. Das sind jährlich rund 3,3 Millionen Menschen, die sich in unterschiedlichsten Bereichen wie Gemeinwesen, Rettungsdienste oder Katastrophenhilfe engagieren. „Freiwilliges Engagement schafft ein Netz der Solidarität und stärkt so den Zusammenhalt zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen, Generationen und Kulturen“, ist Volkshilfe Präsident Josef Weidenholzer überzeugt.

Der „Volkshilfe Sozialbarometer“ liefert im Zuge einer aktuellen Meinungsumfrage neue Zahlen zum Thema Freiwilligenarbeit in Österreich. Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger fasst die Ergebnisse zusammen: „Eine deutliche Mehrheit ist überzeugt, dass Freiwilligenarbeit den Zusammenhalt der Gesellschaft stärkt. Langfristiges Engagement wird allerdings immer schwieriger. Die ÖsterreicherInnen wünschen sich seitens der Politik attraktivere Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit.“

Weidenholzer und Fenninger nehmen die Meinungsumfrage zum Anlass, um die Forderungen der Volkshilfe zu erneuern: „Wir wünschen uns mehr Partizipationsmöglichkeiten für freiwillige HelferInnen, wenn es um politische Entscheidungen geht. Der Wert von Freiwilligenarbeit für die Gesellschaft muss anerkannt und gewürdigt werden. Ein erster Schritt wäre es, wenn die öffentliche Hand die Kosten für Haftpflicht und Unfallversicherung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen übernehmen würde.“

Bei der Volkshilfe engagieren sich aktuell rund 25.600 Mitglieder und Freiwillige österreichweit in rund 90 Bezirksorganisationen. Das Angebot ist vielseitig und reicht von Besuchsdiensten für ältere Menschen, Nachhilfeunterricht für Menschen mit Migrationshintergrund bis hin zu Beratungsangeboten für Menschen in Not.

Morgen Freitag findet in Krems die 2. Volkshilfe Freiwilligenmesse statt, bei der die Landesorganisationen der Volkshilfe ehrenamtliche Projekte aus ganz Österreich vorstellen (www.volkshilfe.at/ehrenamt).

„In einer Gesellschaft, in der es freiwilliges Engagement gibt, können viele soziale Probleme durch gegenseitige Unterstützung gelöst werden. Die Volkshilfe ist ein aktiver Teil dieser Zivilgesellschaft. Ich danke allen ehrenamtlichen und freiwilligen MitarbeiterInnen für ihren Einsatz“, so Weidenholzer abschließend.

Die Ergebnisse auf einen Blick:

  • Eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent ist der Meinung, dass Freiwilligenarbeit den Zusammenhalt in einer Gesellschaft stärkt.
  • 62 Prozent stimmen der Aussage zu, dass soziale Organisationen durch die Beteiligung von Freiwilligen Mitbestimmung und Demokratie stärken.
  • Eine deutliche Mehrheit der Befragten (63 Prozent) ist der Ansicht, dass es immer schwieriger wird, Menschen für langfristiges, nicht nur projektbezogenes freiwilliges Engagement zu gewinnen.
  • Eine Mehrheit von 70 Prozent ist dafür Maßnahmen zu setzen(beispielsweise freier Eintritt in öffentliche Einrichtungen), um Freiwilligenarbeit attraktiver zu machen.
  • Etwas weniger, aber immerhin 60 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass ArbeitgeberInnen über einen längeren Zeitraum geleistete freiwillige Tätigkeiten als Vordienstzeiten anrechnen sollen.

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Pressesprecherin
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