Welt-Roma-Tag: Volkshilfe für mehr Chancengleichheit

Bundesgeschäftsführer Fenninger: „10 Jahre THARA zeigen: Gezielte Maßnahmen zur Integration greifen langfristig!“

Wien, 3.4.2015

„Obwohl die Lage der Romnja und Roma bekannt ist, hat sie sich in den letzten Jahren nicht verbessert. Im Gegenteil, rassistische Diskriminierungen haben zugenommen und Romnja und Roma sind in allen europäischen Ländern überproportional von Armut betroffen“, sagt Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe anlässlich des Welt-Roma-Tages am 8. April. „Die Ungleichheit spiegelt sich in den niedrigen Bildungsabschlüssen, geringem Einkommen, Arbeitslosigkeit, schlechtem Gesundheitszustand oder schlechter Wohnqualität wieder “, sagt der Bundesgeschäftsführer und gibt außerdem zu bedenken, dass Ungleichheit die Demokratie gefährdet.

Mit der Initiative THARA, die vom Sozialministerium unterstützt wird, hat sich die Volkshilfe Österreich zum Ziel gesetzt, den existierenden Ungleichheiten und Benachteiligungen gegenüber Roma und Sinti entgegenzuwirken. Seit nun zehn Jahren werden im Rahmen der Initiative arbeitsmarktpolitische Projekte durchgeführt, die die Integration von Roma und Sinti in den Arbeitsmarkt fördern. THARA-Projektleiterin Usnija Buligovic: „Wir können einen Generationswechsel beobachten hin zu jungen Roma-AktivistInnen auf EU-Ebene, die sehr gut ausgebildet, hervorragend vernetzt und politisch stark aktiv sind. Das ist ein Beweis dafür, dass gleiche Chancen auch zum Erfolg führen“. Buligovic betont jedoch, dass noch mehr getan werden müsse: „Um komplexen Problemen entgegenzuwirken, braucht es besondere Maßnahmen, die die Chancengleichheit ermöglichen und die Inklusion der Roma in die Gesellschaft fördern“.

„Mit THARA zeigen wir seit zehn Jahren, dass gezielte Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt greifen“, argumentiert der Bundesgeschäftsführer Fenninger und fordert abermals Maßnahmen, die mehr Chancengleichheit für Roma und Romnja garantieren. „Wir müssen in unterschiedlichen Bereichen aktiv werden: Sei es Arbeitsmarkt, Bildung oder Gesundheit. Außerdem braucht es Sensibilisierungsarbeit um die gängigen Stereotype endgültig zu durchbrechen. Nicht zuletzt müssen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden um spezifische Maßnahmen für und mit Roma zu fördern“, sagt Fenninger und spricht sich abschließend für einen „Ort der Roma“ aus: „Vor allem für jugendliche Roma und Romnja braucht es ein Zentrum, einen Treffpunkt. Dieser soll einerseits Vereinen ermöglichen, die Infrastruktur für Veranstaltungen, Proben oder ähnliche Aktivitäten zu nutzen, andererseits soll ein solches Zentrum als Anlaufstelle bei Fragen oder Unsicherheiten für die Community dienen“.

Mehr Infos: www.volkshilfe.at/thara

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