Volkshilfe zu Weltbildungstag: Jedem Kind alle Chancen!

Ein integratives Bildungssystem ermöglicht allen Kindern – unabhängig von ihrer Herkunft – gute Bildung.

Wien, 7. September 2016

Anlässlich des Weltbildungstages, der am 8. September begangen wird, erinnert der Direktor der Volkshilfe Österreich, Erich Fenninger an die Bedeutung von Bildung für die Überwindung von Armut: „Personen mit geringerer Ausbildung haben geringere Einkommen und sind dadurch häufiger von Armut betroffen. 35% der armutsgefährdeten Menschen verfügen über den  Pflichtschulabschluss als höchste abgeschlossene Schulbildung. Lediglich 10 % besitzen einen Universitätsabschluss“, sagt Fenninger und fügt hinzu: „Um dies zu überwinden braucht es ein integratives Bildungssystem, das sozialen Ungleichheiten entgegenwirkt und die Chancen für benachteiligte Gruppen erhöht“.

Der aktuelle Volkshilfe Sozialbarometer zeigt, dass auch die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung für sozial benachteiligte Kinder schlechtere Chancen in der Schule sehen. Darüber hinaus sind 63% der Meinung, dass Kinder von AkademikerInnen eine viel höhere Chance haben, einen Universitätsabschluss zu erreichen. Nicht zuletzt sind sie der Meinung, dass der soziale Hintergrund der Kinder in der Schule zu wenig berücksichtigt wird. Fenninger:

„Es liegt auf der Hand: Armut wird wie Bildung vererbt. Armut wird aber auch gemacht – durch finanzielle und soziale Hürden für Betroffene“. Es wäre die Aufgabe des Bildungssystems, allen Kindern – unabhängig von ihrer Herkunft – gute Bildung zu ermöglichen. Um das zu erreichen, müssen passende, zeitgemäße Strukturen und pädagogische Inhalte geschaffen werden, so der Direktor.

Neben einer besonders guten Ausstattung von Schulen in sozial benachteiligten Gebieten brauche es den Ausbau und die rechtliche Verankerung der Schulsozialarbeit. Darüber hinaus wären beste Qualifizierung und entsprechende Bezahlung von Fachkräften in Schulen erfolgsentscheidend sowie eine gezielte Ausrichtung der Schule auf die Entwicklungsphasen, die ganzheitliche Förderung und die Stärkung der Persönlichkeitsentfaltung. Nicht zuletzt brauche es mehr Aufklärung zu den Prozessen, die Armut und Ausgrenzung bedingen – sowohl im Schulunterricht als auch für PädagogInnen im Rahmen der Ausbildung.

„Es gibt kaum etwas Schöneres, als Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Kinder, die in Geborgenheit und ohne existenzielle Sorgen leben. Wir müssen dafür sorgen, allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen auf ein gelingendes Leben bieten zu können“, so Fenninger abschließend.

Presseanfragen und weitere Informationen

 

Melanie Rami, MA        
Pressesprecherin
0676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at

Presseaussendung verpasst?


Gerne nehmen wir Sie in unserem Presseverteiler auf. Schicken Sie uns Ihre Anfrage per E-Mail an kommunikation@volkshilfe.at

Nutzen Sie auch unser Pressearchiv und unsere digitale Pressemappe auf OTS.

 

VOLKSHILFE ÖSTERREICH | Auerspergstraße 4, 1010 Wien | MAIL office@volkshilfe.at |  drucken       

BIC BAWAATWW | IBAN AT77 6000 0000 0174 0400