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Volkshilfe: Gerechte Steuerlast für mehr Chancengleichheit

Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger fordert Zukunftsinvestitionen durch Umverteilung

Wien, 08.05.2014

„Wir fordern eine Umverteilung von oben nach unten und Mehreinnahmen durch neue Vermögenssteuern, um dringend notwendige Zukunftsinvestitionen zu tätigen“, meldet sich Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Mag. (FH) Erich Fenninger in der aktuellen Diskussion um eine Vorverlegung der Steuerreform zu Wort und unterstützt damit den jüngsten Vorstoß von Bundeskanzler Faymann zur Einführung vermögensbezogener Steuern und zur Entlastung der Steuern von ArbeitnehmerInnen.

Vermögenssteuern

Wie der Volkshilfe Sozialbarometer vom Jänner dieses Jahres zeigt, teilen die Menschen in Österreich den Ruf nach sinnvoller Umverteilung: Eine Mehrheit von über 90% spricht sich für die Entlastung von niedrigen und mittleren Einkommen aus. Mehr als zwei Drittel sind für eine Einführung einer Vermögenssteuer ab 500.000 Euro.  

„Jene, die über großes Vermögen verfügen, müssen einen gerechten Beitrag leisten, damit wir in unser aller Zukunft investieren können: Maßnahmen zur Beseitigung von Armut, eine grundlegende Reform des Bildungssystems sowie die Sicherung der Pflege und Betreuung alter und behinderter Menschen“, fordert Fenninger und betont weiter: „So könnten auch Kürzungen, wie sie im aktuellen Budget vorgesehen sind, verhindert werden.“

Für mehr Chancengerechtigkeit

Zahlreiche Studien zeigen, dass sich Investitionen in den Sozialen Sektor auszahlen, wirtschaftlich durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Verhinderung von Folgekosten und gesamtgesellschaftlich, um die Chancen für benachteilige Gruppen zu erhöhen.

Eine Umverteilung der Steuerlast verringert die Schere zwischen Reich und Arm und damit die Ungleichheit. „Wir wissen, dass die Menschen in gleicheren Gesellschaften gesünder und länger leben. Sie haben eine höherwertige Bildung, es gibt weniger Kriminalität und mehr Vertrauen in die Gesellschaft. Fordern wir jetzt eine Umverteilung. Für die Zukunftschancen unserer Kinder!“, sagt Fenninger.

Volkshilfe-Forderungen:

  • Entlastung des Faktors Arbeit: steuerliche Entlastung von Bruttomonatseinkommen von 1.200 bis 3.400 Euro durch Absenkung des Einheitssteuersatzes und Anpassung der Progressionsstufen
  • Wiedereinführung der Vermögenssteuer mit einem Freibetrag von 500.000 Euro Nettovermögen
  • Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer bei gleichzeitiger Erhöhung der Freibeträge

Presseanfragen und weitere Informationen

 

Melanie Rami, MA        
Pressesprecherin
0676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at

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