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Demenzhilfe Österreich: „Betroffene und Angehörige in den Mittelpunkt stellen“

Mann spielt Mensch ärgere dich nicht

Wien, 13.02.13

„Demenzerkrankungen bringen Betroffene und Angehörige an die Grenzen des Machbaren. Der ORF-Film ‚Die Auslöschung‘ zeigt, was sonst nur hinter verschlossenen Türen passiert“, sagt Mag. (FH) Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich, anlässlich des heutigen TV-Starts des neuen Alzheimer-Films mit Klaus-Maria Brandauer.

„Eine Demenzerkrankung verändert nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch der Angehörigen. Pflegende Angehörige sind einer Vielzahl von physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt“, so Fenninger. „Durch die Betreuungssituation leiden rund 80 Prozent der pflegenden Angehörigen unter psychischen Belastungen.“

Demenzhilfe Österreich: Jeder Augenblick hat Wert.

Demenz zählt zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. In Österreich gibt es rund 130.000 Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

„Die Nachfrage nach Informationen, Beratung und Hilfestellungen ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Volkshilfe hat auf diese Entwicklung mit dem Start der Initiative ‚Demenzhilfe Österreich‘ reagiert“, berichtet Fenninger. Unter www.demenz-hilfe.at finden Betroffene und Angehörige ein umfangreiches und kostenloses Info-Portal, das ihnen Rat und konkrete Hilfestellungen bietet. Ein eigener Hilfsfonds unterstützt benachteiligte Menschen auch finanziell.

„Demenz darf nicht nur ein Thema für die heimische Kunst und Kulturszene sein – auch die heimische Gesundheitspolitik muss reagieren“, so Fenninger abschließend. „Wir brauchen gezielte Aufklärungsarbeit, Investitionen in flexiblere Pflege- und Betreuungsmodelle und mehr Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Gute Betreuung, Früherkennung und Förderung, die den Krankheitsverlauf verlangsamen, dürfen nicht eine Frage des Einkommens sein.“


Kostenloses Infoportal rund um das Thema Demenz: www.demenz-hilfe.at

Bild: Wolfgang Zajc

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Pressesprecherin
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