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Volkshilfe fordert Änderungen in der Grundversorgung von Flüchtlingen

Erstaufnahmezentrum Traiskirchen wieder überfüllt 

Wien, 20.05.2014

Die Zahl der nach Österreich geflüchteten Menschen hat in den ersten vier Monaten des heurigen Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres abgenommen. Dennoch ist das Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen mit 1 174 Flüchtlingen wieder überfüllt.

“Während Wien die Quote übererfüllt, kommen die anderen Bundesländer ihren vertraglichen Verpflichtungen zur Aufnahme von Flüchtlingen nicht nach. Daher bleiben die Menschen viel zu lange im Erstaufnahmezentrum, das nicht für eine Dauerbetreuung eingerichtet ist. Und damit herrscht in Traiskirchen wieder einmal akuter Ausnahmezustand. Es ist unerträglich in einem Rechtstaat, dass Vereinbarungen einfach nicht eingehalten werden”, so der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger.

Daher fordert die Volkshilfe:

  • einen sofortiger Krisengipfel zwischen Bund, Länder, NGOs und der Stadt Traiskirchen, um die vertraglich zugesicherte Aufteilung durchzusetzen.
  • Eröffnung eines zusätzlichen Erstaufnahmezentrums neben Traiskirchen und Thalham. Das mit vielen Millionen Euro gebaute Schubhaftgefängnis in Vordernberg in der Steiermark steht großteils noch immer leer. Die Volkshilfe fordert, dass das offensichtlich nicht benötigte Schubhaftgefängnis in ein Erstaufnahmezentrum umgebaut wird.
  • Die derzeitige Grundversorgungsvereinbarung muss rasch reformiert werden. Mit den derzeitigen Tagsätzen sind menschenwürdige neue Quartiere nicht zu finden. Zusätzlich würde eine Auslastungsgarantie und Investitionsförderung die Öffnung neuer Quartiere beschleunigen.

Fenninger appelliert abschließend an die Innenministerin “jetzt zu handeln, bevor es wieder zu spät ist. Wir brauchen eine funktionierende und menschenwürdige Versorgung von Flüchtlingen in Österreich.”

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Melanie Rami, MA        
Pressesprecherin
0676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at

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