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Volkshilfe begrüßt Beschluss im Ministerrat

Wien, 03.06.2013

Bundesgeschäftsführer Fenninger: Wichtiger Schritt für die Zukunft, aber weitere Entlastungsangebote dringend notwendig

„Die gesetzliche Verankerung von Pflegekarenz und Pflegeteilzeit stellt eine wesentliche Entlastung für die Betroffenen dar“, begrüßt Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Mag. (FH) Erich Fenninger den heutigen Beschluss im Ministerrat. „Tatsache ist, dass das System der Angehörigenpflege aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen immer stärker unter Druck gerät. Doch das Gesundheitssystem in Österreich ist nur mit der Unterstützung im Familienkreis aufrecht zu erhalten. Hier muss die Politik bessere Rahmenbedingungen schaffen.“

Fenninger fordert daher weitere Hilfestellungen für pflegende Angehörige:

„Angehörige brauchen vor allem gezielte Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg nach Abschluss der Familienpflege. Eine Möglichkeit, um Pflegetätigkeit und Berufstätigkeit besser miteinander vereinbaren zu können, ist der Ausbau von Kurzzeitpflegeplätzen, mobilen Diensten und Tagesbetreuungsstätten“, fordert Fenninger und warnt. „Durch die Betreuungssituation zu Hause leiden rund 80% der pflegenden Angehörigen unter psychischen, physischen und körperlichen Belastungen.“

Aktuell werden mehr als 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Österreich zu Hause durch Angehörige gepflegt. Etwa ein Drittel der Angehörigen ist berufstätig. „Auch nach diesem zukunftsweisenden Beschluss im Ministerrat ist noch viel Arbeit offen, um das Gesundheitssystem fit für die demografische Herausforderung zu machen“, so Fenninger abschließend.

Weitere Informationen: www.volkshilfe.at/pflege

Bild: Jürgen Pletterbauer

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Pressesprecherin
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