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Volkshilfe: Mehr Menschlichkeit in der Flüchtlingspolitik

Wien, 29. Juli 2013

Anlässlich der bevorstehenden Abschiebung von acht pakistanischen Flüchtlinge gibt Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Weidenholzer seiner Empörung Ausdruck: "Die Region, in die die Flüchtlinge abgeschoben werden sollen, gilt als höchst gefährlich. Das österreichische Außenministerium warnt aufgrund akuter Terrorgefahr vor Reisen nach Pakistan. Und genau dorthin schieben wir Flüchtlinge ab und überlassen sie ihrem Schicksal. Das ist menschlich nicht nachvollziehbar!"

Die Volkshilfe tritt daher für einen Paradigmenwechsel in der Politik ein, um Flüchtlingen einen sicheren, menschenwürdigen Aufenthalt zu ermöglichen und fordert gemeinsam mit anderen NGOs:

  • Reformen beim Aufenthaltsrecht, damit sicher gestellt wird, dass gut integrierte Personen nicht abgeschoben werden
  • Zugang zum Arbeitsmarkt nach spätestens sechs Monaten für AsylwerberInnen, Zugang zu Schul- und Weiterbildung für Asylsuchende
  • Qualitätsstandards in der Grundversorgung mit flächendeckender professioneller Betreuungsstruktur
  • Unabhängigen Rechtsbeistand, für Menschen, die in Österreich Schutzsuchen und eine Überarbeitung der österreichischen Fremdengesetze
  • Ein solidarisches System der Flüchtlingsaufnahme in Europa

"Wir müssen zurückkehren zu einer menschlichen Flüchtlingspolitik und der Asyl-Lotterie ein Ende setzen. Menschen, die bei uns Schutz suchen, müssen sicher sein, dass sie diesen auch bekommen", sagt Weidenholzer.

Die Volkshilfe ruft dazu auf die Petition "Gegen Unmenschlichkeit" zu unterzeichnen, mit der die zukünftige Bundesregierung zu einer längst überfälligen Reform der Flüchtlingsgesetzgebung in Österreich bewegt werden soll:

http://gegen-unmenschlichkeit.at/

Presseanfragen und weitere Informationen

 

Melanie Rami, MA        
Pressesprecherin
0676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at

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