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Österreichische Bevölkerung hält Armutsbekämpfung für wichtiges Thema

Bundesgeschäftsführer Fenninger: „Ausreichende Mindestsicherung, aktive Arbeitsmarktpolitik und Verbesserungen im Bildungssystem müssen im Regierungsübereinkommen verankert werden.“

Wien, 21.6.2013

Der erste Volkshilfe Sozialbarometer, eine neue sozialpolitische Umfragereihe von Volkshilfe und SORA, wurde heute in Wien präsentiert. „Der erste Volkshilfe Sozialbarometer erhob die Einstellungen der ÖsterreicherInnen zum Thema Armutsbekämpfung“, erklärt Bundesgeschäftsführer Mag. (FH) Erich Fenninger. „Deutlich wurde, dass die ÖsterreicherInnen die Anhebung der Mindestpension auf die Armutsgefährdungsschwelle und eine aktive Arbeitsmarktpolitik für besonders wichtig halten.“

Weiteres verdeutlichte die Umfrage, dass durch stagnierende Reallöhne und steigende Arbeitslosigkeit das Leben für einen zunehmenden Teil der Bevölkerung immer schwerer leistbar und dadurch Armutsbekämpfung als Thema immer bedeutsamer wird.

„Eine halbe Million Menschen in Österreich lebt in Armut. Gleichzeitig sind Österreichs Millionäre so reich wie nie zuvor“, kritisiert Fenninger die wachsende soziale Ungleichheit und stellt Forderungen zur Armutsbekämpfung, auch in Hinblick auf ein neues Regierungsübereinkommen: „Wir brauchen eine monetäre Mindestsicherung, die zum Leben reicht, und eine aktive Arbeitsmarktpolitik, die benachteiligten Menschen eine Chance auf Selbstständigkeit gibt. Unser Bildungssystem muss sozialen Ungleichheiten entgegenwirken.“

Sozialbarometer macht deutlich: Wachsende Kluft zwischen Arm und Reich stoppen

„Die hohen Kosten des täglichen Lebens, ein nur knapp oder nicht mehr ausreichendes Einkommen – diese Themen betreffen mittlerweile viele ÖsterreicherInnen“, stellt Mag. Andreas Holzer, Mitarbeiter des Meinungsforschungsinstituts SORA, fest. „Umso wichtiger ist es, ein allfälliges Auseinanderdriften der Gesellschaft im Blick zu behalten. Dazu soll der Sozialbarometer als regelmäßige sozialwissenschaftliche Erhebung einen Beitrag leisten.“

SORA hat im Auftrag der Volkshilfe Österreich im Mai 2013 (3.5.-27.5.) eine repräsentative Umfrage im Umfang von 1.000 Face-to-Face Interviews mit Personen ab 15 Jahren durchgeführt. Der Volkshilfe Sozialbarometer erhebt zu Beginn jeden zweiten Monats die Einstellung der ÖsterreicherInnen zu sozialpolitisch relevanten Themen in Österreich.

Die Ergebnisse im Detail

„Wir fragten fünf Maßnahmen ab, um festzustellen, ob diese von der Bevölkerung für eine erfolgreiche Armutsbekämpfung als wichtig erachtet werden“, erklärt Fenninger. Zu den Maßnahmen zählen die Investitionen in Beratungs- und Beschäftigungsprojekte, Investitionen in die Bildung, Anhebung der Mindestpension sowie Mindestsicherung auf die Armutsgefährdungsschwelle und die Einführung eines bundesweit, gesetzlich festgesetzten Mindestlohns von 1.500 EUR brutto.

„Die höchste Dringlichkeit messen die ÖsterreicherInnen einer aktiven Arbeitsmarktpolitik zu. 54% halten Schaffung von dauerhaften Arbeitsplätzen für Personen mit eingeschränkter Arbeitsfähigkei für sehr und 33% für ziemlich wichtig. Auch die Anhebung der der Mindestpension auf die Armutsgefährdungsschwelle von derzeit 1066 Euro monatlich für eine allein lebende Person hielten 55% für sehr und 26% für ziemlich wichtig“, betont Fenninger.

Mehr Informationen und alle Umfrageergebnisse: www.volkshilfe.at/sozialbarometer

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Melanie Rami, MA        
Pressesprecherin
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melanie.rami@volkshilfe.at

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