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Volkshilfe Fachtagung: "Kindzentrierte Armutsbekämpfung im kommunalen Raum"

Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger: "Gemeinsam kann auch beim Thema Kinderarmut etwas bewegt werden"

Wien, 15.10.2014

Die Volkshilfe Österreich veranstaltet heute gemeinsam mit der FH Campus Wien eine Fachtagung zum Thema Kinderarmut. Internationale ExpertInnen aus dem Bereich der Pädagogik zeigen gemeinsam mit VertreterInnen der Politik Aspekte der Armutsbekämpfung im kommunalen Raum auf.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der FH Campus Wien Ing. Wilhelm Behensky, MEd, sagte der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger, "die Fachtagung ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Volkshilfe, bei Kinderarmut ganz genau hinzuschauen. Denn es gibt viel mehr Aspekte, die in einer oberflächlichen Betrachtung zu kurz kommen. In meinem Vortrag zeige ich das komplexe Geschehen Kinderarmut sehr detailliert und wie es durch eine gemeinsame Anstrengung in einer Kommune möglich ist, mehr Räume und Chancen für armutsbetroffene Kinder zu schaffen."

Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonte in seiner Rede, "dass es um eine differenzierte Betrachtung des Armutsgeschehens geht. Da bin ich der Volkshilfe durchaus dankbar, dass sie das Kind in den Mittelpunkt rückt und untersucht, wie sich die familiäre Situation von Armutsbetroffenen auf die Kinder auswirkt und auch Lösungsvorschläge bietet. Das Projekt Kinderzukunft ist beispielgebend und sollte auch in anderen Städten umgesetzt werden."

Prof. Dr. Günther Opp vom Institut für Rehabilitationspädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der konkreten Frage, was Kinder stärkt: "Die individuellen Stärken von Kindern gewinnen in der theoretischen und praktischen Ausrichtung der sozialen Arbeit immer mehr an Bedeutung. Schlüssel ist dabei die Resilienzforschung, die gelingende Entwicklung angesichts hoch belastender und riskanter Lebenslagen untersucht."

Rolf Prigge, Leiter der Forschungseinheit "Stadt und Region" der Universität Bremen beschäftigt sich mit sozialer Stadtpolitik im Zeichen einer fortgesetzten sozialen Spaltung, sich verfestigender Armut und ungleicher Teilhabechancen. Er sagte in seinem Vortrag:
"Die sozialen Herausforderungen in Großstädten bestehen aufgrund veränderter Lebensstile und der sozialräumlichen und gesellschaftlichen Polarisierung. In unserer Studie zeigen wir, dass erfolgreiche Städte darauf mit integrierten und partizipativen Reformen reagieren und damit die Teilhabe- und Verwirklichungschancen von armutsgefährdeten Familien und Kindern verbessern."

Mit einem Ausschnitt aus der ORF-Schauplatz Dokumentation "Armut ist kein Kinderspiel" von Mirjam Unger wurde ein Talk, von Lisa Mayr moderiert, eingeleitet, der das Projekt "Kinderzukunft" in Wiener Neustadt beleuchtete. Der Bürgermeister von Wiener Neustadt Bernhard Müller, die Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe und inhaltliche Leiterin der Kinderzukunft Dagmar Fenninger-Bucher und ProjektmitarbeiterInnen stellten die exemplarische Zusammenarbeit zwischen Stadt, NGO und ehrenamtlichen HelferInnen dar. Mehr Informationen über das Projekt unter www.kinder-zukunft.at

Am Nachmittag haben die rund 140 TeilnehmerInnen die Möglichkeit, in vier Weltcafés gemeinsam mit den Vortragenden die Themen zu vertiefen.

Presseanfragen und weitere Informationen

 

Melanie Rami, MA        
Pressesprecherin
0676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at

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