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Sozialbarometer Umfragen

Armut & Verteilung

Der im April 2018 durchgeführte Sozialbaromter zum Thema Kinderarmut zeigt: Die ÖsterreicherInnen sind der Meinung, es braucht mehr Förderungen für armutsgefährdete Kinder.

In Zusammenarbeit mit SORA hat die Volkshilfe mehr als 1.000 ÖsterreicherInnen zu Ihrer Meinung zum Thema Kinderarmut befragt. Eindeutiges Fazit: Die ÖsterreicherInnen wünschen sich eine finanzielle Grundsicherung für alle Kinder und fordern sozialpolitische Maßnahmen für eine bedürfnisorientierte Unterstützung.

Aktuelle familienpolitische Leistungen nicht ausreichend!

Drei Viertel der Bevölkerung (76%) sind der Meinung, dass die finanziellen Unterstützungen für Familien mit Kindern, wie die Familienbeihilfe oder der Kinderabsetzbetrag nicht ausreichen, um den finanziellen Aufwand für Kinder abzudecken.

Eltern sparen zuerst bei sich selber!

Nahezu jeder achte von zehn Befragten (79%) meint, dass Eltern zuerst bei sich selbst und nicht bei ihren Kindern sparen, wenn das Geld für den Alltag im Haushalt knapp ist.

Finanzielle Grundsicherung für alle Kinder!

Für Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut gibt es eine generell hohe Zustimmung in der Bevölkerung. Eine finanzielle Grundsicherung für alle Kinder, die sich am Einkommen der Eltern orientiert, ist für mehr als sieben von zehn Befragten (73%) attraktiv.

Sachleistungen ausbauen und kostengünstig zur Verfügung stellen!

Der Ausbau und die kostengünstige Verfügbarkeit von Sachleistungen in Form von Kinderbetreuungsplätzen, Elternberatung, Nachhilfe oder begleitender Sozialarbeit wird von mehr als acht von zehn Befragten (85%) befürwortet.

Förderungen für schulische und Freizeitaktivitäten für arme Familien!

Ebenso stimmt fast jeder achte von zehn Befragten (78%) mehr staatlichen Förderleistungen für Kinder armer Familien für schulische und Freizeitaktivitäten zu.

Die Volkshilfe schließt aus den Ergebnissen des Sozialbarometers: Die Erfahrungen, die wir in unserer Kindheit machen, prägen uns ein Leben lang. Kinder, die in Armut aufwachsen, werden schon von Geburt an in zentralen Lebensbereichen benachteiligt. Ihnen werden Zugänge verwehrt. Dass im Jahr 2017 um 35.000 Kinder und Jugendliche mehr als im Vorjahr betroffen waren, zeigt die Dringlichkeit an, sozialpolitische Maßnahmen gezielt umzusetzen. (Finden Sie hier alle Fakten und Daten zum Thema Kinderarmut.)

Was wir fordern:

Kein Kind in Österreich darf in Armut aufwachsen. Jedem Kind und Jugendlichen die besten Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, ist eine prioritäre gesellschaftspolitische Aufgabe, die von den politisch Verantwortlichen bei jeder Entscheidung unabdingbar zu berücksichtigen ist. (Lesen Sie die Forderungen der Volkshilfe für den Bereich Kinderarmut detailliert nach.)

Kontakt

Melanie Rami, MA
Pressesprecherin
Tel.: +43 676 83 40 22 28
melanie.rami@volkshilfe.at

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