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Aus Masterplan Pflege muss Aktionsplan werden

Die VertreterInnen der großen Pflegeorganisationen – Caritas, Diakonie, ÖRK, Hilfswerk und Volkshilfe, zusammengefasst in der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt) – haben ihre Vorstellungen und Forderungen für den "Masterplan Pflege" der Bundesregierung präsentiert.

Für das Zukunftsthema Pflege braucht es jetzt konkrete Maßnahmen, um das System zukunftsfit zu machen:

Gleiche Leistungen – vom Burgenland bis nach Vorarlberg

Die Menschen in Österreich zahlen die gleichen Steuern und Beiträge, die Kosten für Leistungen sind aber um bis zu 60% unterschiedlich. Das muss harmonisiert werden

So viel mobil wie möglich – so viel stationär wie nötig

Es braucht die mehrstündige Alltagsbetreuung als Lückenschluss zwischen stundenweiser Betreuung und 24h-Betreuung flächendeckend. Und den Ausbau von Tageszentren und alternativen Wohnformen.

Pflegende Angehörige entlasten

Das darf nicht nur ein Schlagwort bleiben. Ein Mix aus Beratung, Kursen, Rechtsanspruch auf Pflegekarenz ist nötig.

Pflegegeld für das 21. Jahrhundert

Die Entwertung von rund 35% in den letzten Jahren ist unfair. Eine Erhöhung ab der 1. Stufe und ist eine jährliche Valorisierung ist nötig.
Die Einstufung sollte um sozialpsychologische Kriterien erweitert, die Demenz entsprechend höher eingestuft werden.

Ausbildung verbessern – Verweildauer im Beruf erhöhen

Mehr Ausbildungsplätze, die auf die Aufgaben im Bereich der Langzeit- und geriatrischen Pflege abgestimmt sind. Die Finanzierung von Ausbildungs- und Umschulungskosten, und eine Mittlere und Höhere Schule mit dem Schwerpunkt Pflege und Betreuungsberufe könnte den bereits jetzt spürbaren, drückenden Personalmangel beheben.

Die BAG-VertreterInnen fordern die Bundesregierung auf, den Dialog zu intensivieren, um aus dem Masterplan einen echten Aktionsplan zu machen, der Österreichs Pflegesystem zukunftsfit macht.

29. April 2019

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON

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