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Sozialhilfe: Was die Betroffenen wirklich brauchen

Am Mittwoch, dem 24. April 2019 will die Regierung die Mindestsicherung abschließen. Die Volkshilfe ist aufgrund dessen derzeit auf Österreich-Tour und zeigt auf, was die Betroffenen wirklich brauchen - anstatt der neuen Sozialhilfe.

Bei der Neuregelung der Sozialhilfe ist die Vermeidung von Armut keine Zielsetzung mehr. Das widerspricht den Anforderungen, die an einen gut funktionierenden Sozialstaat gestellt werden. Denn anstatt sozialer Rechte, sind beispielsweise die Unterstützungsleistungen für Alleinerziehende "Kann-Leistungen", also ohne Rechtsansprüche. Mit der Neuerung gehen zahlreiche weitere Verschlechterungen einher, lesen Sie hier mehr dazu.

Stattdessen braucht es:

  • Einheitliche Mindestsstandards für ganz Österreich, die jährlich valorisiert werden.
  • Existenzsicherndes Niveau, um die realen Lebenskosten und Bedürfnisse der Menschen angemessen zu berücksichtigen. Das bedeutet, Orientiertung der Richtsätze an der Armutsgefährdungsschwelle.
  • Sicherung der kindlichen Bedürfnisse durch österreichweit einheitliche Erhöhung der Kinderrichtsätze ohne Staffelung nach Alter oder Anzahl der Kinder.
  • Unbürokratischer Zugang zu effektiver Soforthilfe sowie Einbeziehung der Krankenversicherung.
  • Verankerung eines Rechtsanspruches auf Leistungen aus der Mindestsicherung, denn es braucht Rechtssicherheit und Transparenz.

Protesttour #aufdiestrasse

Um diesen Forderungen Gehör zu verschaffen, ist die Volkshilfe derzeit in ganz Österreich unterwegs und veranstaltet in allen Landeshauptstädten Kundgebungen mit Reden, Speakers Corner und Protestsongs. Seien Sie dabei - gehen wir gemeinsam #aufdiestrasse, bevor die Menschen dort übernachten müssen.

Alles zur Tour erfahren Sie hier.

15. April 2019

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON

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