Radeln gegen Kinderarmut
Das war die Tour de Chance 2025
Bereits zum vierten Mal war die Volkshilfe mit der Tour de Chance in Österreich unterwegs, um Kinderarmut sichtbar zu machen. 344.000 Kinder und Jugendliche waren zu diesem Zeitpunkt von Armut oder Ausgrenzung bedroht – mehr als jedes fünfte Kind. Mit der Tour de Chance setzten wir gemeinsam mit Kindern, Schulen, Gemeinden und zahlreichen Unterstützer*innen ein Zeichen für gleiche Chancen.
Auch 2025 führte die Tour wieder durch mehrere Bundesländer. Mehr als 2.200 Kinder und Jugendliche begleiteten uns entlang der Strecke, feuerten die Radfahrer*innen an oder stiegen selbst aufs Rad. Unterstützt wurde die Tour außerdem von zahlreichen Schulen, Vereinen, sozialen Organisationen und Vertreter*innen aus den Regionen.
Tag 1: Gemeinsam durchs Südburgenland
Den Auftakt machte das Burgenland. Angefeuert von mehr als 1.600 Schüler*innen sowie zahlreichen Pädagog*innen und Direktor*innen radelte das Volkshilfe-Team mit Direktor Erich Fenninger und der burgenländischen Volkshilfe-Präsidentin Verena Dunst von Stegersbach nach Güssing.
Unterstützung auf und entlang der Strecke kam von der BHAK/BHAS Stegersbach sowie den Volks- und Mittelschulen in Güssing, St. Michael und Stegersbach. Zum Abschluss gab es in Güssing für Schüler*innen und Mitradler*innen Würstel und Eis.
Tag 2: Musik und Bewegung in Oberösterreich
Schon beim Start in Bad Zell wurden wir herzlich von 180 Volksschulkindern sowie von Volkshilfe-Unterstützer Fritz Putschögl (86) verabschiedet. Der Bad Zeller engagiert sich seit Jahren für armutsbetroffene Kinder: Für seine Spendenmarathons legte er die Marathondistanz von 42,195 Kilometern im eigenen Garten zurück und spendete pro Kilometer zehn Euro an die Volkshilfe.
Über Reichenstein, Pregarten, Gutau und Kefermarkt führte die Strecke Richtung Freistadt. Unterwegs wurden die Radfahrer*innen immer wieder von Kindern und Unterstützer*innen empfangen. Die Volksschule Reichenstein hatte eigens eine Tanzeinlage vorbereitet.
Am Ziel wartete ein weiteres Highlight: Das Orchester der Musikmittelschule spielte ein Konzert auf dem Freistädter Hauptplatz.
Mit dabei waren unter anderem auch Naturfreunde, ARBÖ, Kinderfreund*innen, Schuldnerhilfe, Diakonie Zentrum Spattstraße und Pensionistenverband.
Tag 3: Durch das Mostviertel
Die dritte Etappe führte durch das niederösterreichische Mostviertel und startete in Amstetten.
Volkshilfe-Präsident Ewald Sacher und die Schüler*innen der SonnenSchule verabschiedeten die Radfahrer*innen. Über Neumarkt an der Ybbs, wo ein Spendenscheck überreicht wurde, ging es mit einem Zwischenstopp in Wieselburg weiter nach Scheibbs. Dort wurde das Tour-Team auf dem Rathausplatz empfangen.
Tag 4: Radeln mitten in Salzburg
In Salzburg nahm die Tour de Chance diesmal eine etwas andere Form an. Direkt am Hanuschplatz radelte das Volkshilfe-Team auf einer Rolle und machte so mitten in der Stadt auf Kinderarmut aufmerksam.
Passant*innen und engagierte Radfahrer*innen konnten selbst mitmachen. Parallel dazu wurde ein kostenloses Fahrrad-Service angeboten.
Tag 5: Mit Weltmeisterin Svetlana Moshkovich durch Kärnten
Zum Abschluss ging es nach Kärnten. Dort bekam die Tour prominente sportliche Unterstützung von Svetlana Moshkovich. Die Para-Radsportlerin und Weltmeisterin im Handbike-Einzelfahren war 2024 bei den Paralympics in Paris österreichische Fahnenträgerin.
Gemeinsam mit dem Volkshilfe-Team absolvierte sie die Strecke von Spittal an der Drau nach Villach. In Paternion und Villach wurden die Radfahrer*innen von zahlreichen Volksschüler*innen empfangen und angefeuert.
Auch die Teams von Junique und dem Jugendservice Spittal unterstützten die Abschlussetappe und setzten gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen Kinderarmut.
Gemeinsam für gleiche Chancen
Fünf Etappen, mehrere Bundesländer und mehr als 2.200 beteiligte Kinder und Jugendliche: Die Tour de Chance 2025 hat erneut gezeigt, wie viele Menschen bereit sind, gemeinsam gegen Kinderarmut aktiv zu werden.
Denn Kinderarmut ist veränderbar. Jedes Kind verdient die gleichen Chancen.